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a) Bei den atmosphärischen Einträgen handelt es sich
vorwiegend um unsubstituierte, polycyclische Aroma-
ten aus Verbrennungsprozessen fossiler Brennstoffe.
Die meisten dieser Verbindungen besitzen stark to
xische und karzinogene Eigenschaften. In Mineralöl
sind diese Komponenten in vergleichsweise geringer
Konzentration vorhanden.
b) In den Flußmündungen sind die meisten Erdöl-Kom
ponenten bereits stark abgebaut. Paraffine aus Mi
neralöl treten gemeinsam mit biogenen Paraffinen
auf, die z. T. in wesentlich höheren Konzentratio
nen vorhanden sind. Die toxisch wirksameren Aroma-
ten sind z. T. bakteriell abgebaut, z. T. chemisch
verändert (z. b. durch Photooxidation). Wegen ih
rer guten Absorptionseigenschaften erfolgt vor
nehmlich eine Anlagerung an Schwebstoffe und eine
Anreicherung im Flußsediment ("Sedimentfalle").
Messungen im Elbwasser haben bestätigt, daß der
Gehalt an mineralöltypischen Aromaten im Vergleich
mit Paraffinen und anderen organischen Schadstof
fen gering ist.
c) Für die Direkteinleitungen gilt ähnliches wie für
Einträge aus Flüssen.
d) Einträge aus dem Schiffsverkehr (s. getrennte Aus
führungen über legale und illegale Einträge)
e) Der mengenmäßig größte legale Anteil von EKWs aus
der Offshore Förderung fällt in Form von ölhaltigen
Drilling Muds und Cuttings während der Explora
tionsphase an und wird in unmittelbarer Nähe der