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4 Die Mordseeboje II (MSB II)
Die aus Mitteln des BMFT als universelle Hoch 1 eistungsmeGboje
entwickelte MSB II wurde dem DHI 1979 zur Mutzung überstellt.
In mehreren Aus 1egephasen nach jeweiligen Umbaumaßnahmen wurde
die MSB II seitdem in der Nordsee im Versuchsbetrieb eingesetzt.
Die erste wichtige Änderung war die Umstellung der unnötig
aufwendigen Vierpunkt Verankerung auf eine wesentlich verein
fachte Zweipunktverankerung, deren Handhabung auf die Möglich
keiten der WSV-Schiffe abgestimmt wurde. Diese Verankerung
hat sich bis heute ausgezeichnet bewährt.
Ein weiterer wichtiger Umbau war die Installation der auf
das DHI-Meßnetz zugeschnittenen neuentwickelten Daten
erfassungsanlage und Sensorkette sowie die Änderung der
Steuerungselektronik der Energieerzeugungsanlage.
Zur Zeit befindet sich die Boje zur Reparatur von Kollisions
schäden, die ein unbekanntes Schiff verursacht hat, sowie zur
ebenfalls fälligen Generalüberholung in Hamburg. Bei dieser
Gelegenheit werden die Tankanlage und BrennstoffZufuhr zum
Dieselmotor der Energieerzeugungseinrichtung geändert.
Die bisherige Tankanlage war in 10 m Wassertiefe angeordnet
und arbeitete nach dem Prinzip des auf Seewasser schwimmenden
Brennsto f f s.
Zunehmende Störungen der Brennstoffzufuhr machten klar, daß dieses
System mit seinen erforderlichen Hilfseinrichtungen für den
ungewarteten Dauerbetrieb letztlich nicht geeignet war.
Die neue Lösung besteht in einem verkleinerten Tank im Meßgeräte
container mit Brennstoffvorrat für ein halbes Jahr und stark
vereinfachter Brennstoffzufuhr zum Diesel.
Wenn such die NSB II bisher nicht operationeil eingesetzt werden
konnte, so hat sie doch als Versuchsobjekt und nahezu ideale
Arbeitsplattform entscheidend zur notwendigen Weiterentwicklung
der Meßnetztechnik beigetragen.
Die operationeile Einbindung in das Meßnetz ist nach der Wieder
ausbringung der Boje zu Beginn der zweiten Jahreshälfte 1988
geplant.