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2 Die GroQtonne FEHMARNBELT
Bereits das früher auf der Position der heutigen Großtonne
liegende Feuerschiff war ab 1976 mit einer automatischen
Meßanlage ausgerüstet. Die Datenübertragung erfolgte zunächst über
eigene Funkwege und Kabelstrecken der WSV wie beim Leucht
turm KIEL, dann ab 1982 ebenfalls über Satellit. Zu dieser
Zeit wurden bereits akustische Strömungsmesser in die Meß-
kette integriert.
Die Meßstation wird mit erweiterter Sensorausstattung seit
1984 auf der heutigen Großtonne Operationen weiterbetrieben.
Die meteorologischen Daten werden für den Eigenbedarf des DHI
gemessen, jedoch nicht Operationen vom Deutschen Wetterdienst
verwendet.
Die Großtonne war zunächst, wie bei Seezeichen üblich, mit
Ketten verankert, und zwar in der Konfiguration einer Zwei-
punktverankerung, um dem DHI überhaupt das Ausbringen einer
Sensorkette zu ermöglichen. Es zeigte sich jedoch, daß die
unteren 10 m der Sensorkette bei stärkerem Seegang durch die
Ankerketten so stark beschädigt wurden, daß sie verloren
ging, Es konnte dadurch Abhilfe geschaffen werden, daß das
Wasser- und Schiffahrtsamt Lübeck sich bereitfand, versuchs
weise die Verankerungsmethode der NSB II mit Kunststoffseilen
einzuführen. Seitdem sind Schäden an der Sensorkette nicht
wieder aufgetreten.
3 Die Forschungsplattform Nordsee (FPN)
Nach Inbetriebnahme der FPN im Jahre 1976 betrieb das DHI dort
für einen Zeitraum von ca. 1 1/2 Jahren eine automatische Meß
station mit örtlicher Datenaufzeichnung auf Digita1-Kassette.
Durch die dann einsetzenden Kolkschutzmaßnahmen wurden Meßkabel
und -sensoren des DHI so häufig beschädigt, daß der Meßbetrieb
vorläufig eingestellt werden mußte. Aus personellen Gründen
konnte die Neuinstallation erst im Jahr 1988 wieder in Angriff
genommen werden. Dabei werden die Daten des zur Plattform
ausrüstung gehörenden Pegels und einer vom DHI an der Plattform
betriebenen Seegangsmeßeinrichtung miterfaßt.