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9 Rechnerprogramme
Die beschriebenen Verfahren sind in der Form zweier Programmsysteme in der Rechenanlage
des DHI installiert (z.Zt. CDC Cyber 180-840). Die Versionen unterscheiden sich durch den
Endbuchstaben der Programmnamen. Programme mit der Endung „A“ beziehen sich auf die
harmonische Analyse nach (1), solche mit der Endung „B“ auf (2). Programmsprache ist über
wiegend FORTRAN 77. Kleine Steuereinheiten sind in der rechnerspezifischen Sprache CCL (=
Cyber Control Language) geschrieben. Die Kommentarköpfe derjenigen Programme, die der
Benutzer direkt rufen kann, sind im Anhang abgedruckt. Durch Maßnahmen der Programm-
pilege oder -erweiterung können aktuelle Versionen von den hier aufgeführten abweichen. Es
wird jedoch angestrebt, daß Neuerungen grundsätzlich mit bisherigen Versionen kompatibel
sind, so daß ein Benutzer Änderungen in den meisten Fällen nicht bemerkt.
Die Programmsysteme sind aufrufbar
[7] als Unterprogrammsystem
SUBROUTINE HAMANA (. . .) bzw.
SUBROUTINE HAMANB (. . .),
[2] als Hauptprogrammsystem
PROGRAM HARANA bzw.
PROGRAM HARANB und
[5] über eine steuernde CCL-Procedur
HARANA bzw. HARANB.
Zu [J]:
Das gerufene Unterprogrammsystem liefert eine komplette harmonische Analyse. Der Benutzer
muß in seinem eigenen Hauptprogramm alle geforderten Eingangsdaten bereitstellen (vgl.
Programmkopf im Anhang). Er erhält vom Programm die
harmonischen Konstanten 7/ und g in der Zeitzone, in der die Beobachtungen ausgedrückt
sind,
deren Fehler,
einen mittleren Wasserstand mit Fehler,
evtl. Gangterme und deren Fehler,
auf Anforderung auf der Druckerausgabe ein Histogramm der Fehlerverteilung und einige
Kontrollausgaben.
Die ausgegebene Fehlerverteilung kann wertvoll sein. Je ein Beispiel einer „guten“ und einer
„schlechten“ Verteilung ist im Anhang abgedruckt. Bei der Analyse, die der „schlechten“ Fehler
verteilung zugrunde liegt, fehlt die Hauptmondtide M 2 . Es sind maximal 61 Teiltiden zugelassen.
Sie werden nach ihrer Seitenzahl in der Tafel DHI, Nr. 2276, (DHI [1967]) identifiziert. Bei
Verwendung von HAMANB ist die Gesamtzahl der Glieder der Reihenentwicklung, d. h. also die
Anzahl der Teiltiden und der Gangterme, auf 70 beschränkt.
Die Anzahl V] der Beobachtungen muß ungerade sein.
Es empfiehlt sich, das Unterprogrammsystem aufzurufen, wenn
die Daten nicht in der von [2] geforderten Form vorliegen oder
ein Jahreswechsel im Beobachtungszeitraum liegt, da [2] die Daten nur jahresweise liest.
Die astronomischen Korrektionen j, v werden vom Unterprogrammsystem auf die Analy
senmitte bezogen ausgegeben, V 0 + v ist auf den Jahresanfang des Anfangsjahres der Analyse
bezogen.
Zu 12]:
Diese angebotenen Programme HARANA bzw. ... B sind Steuerprogramme, geschrieben in
FORTRAN 77, die intern auf [7] zurückgreifen. Ihre wesentlichen zusätzlichen Aufgaben sind
die Dateneingabe und Datenausgabe. Die Beobachtungen müssen in einem DHI-internen ge
normten Format vorliegen. Ein Beispiel hierfür ist im Anhang abgedruckt. Zum Erzeugen und
zum Lesen dieser Datensätze gibt es spezielle Software. Dies ist Thema eines gesonderten
Berichtes. Die Datenausgabe erfolgt auf einer Datei und auf dem Drucker. Die Dimensionierung
reicht für ein Jahr mit halbstündlichen Beobachtungen aus. Die Dateneingabe erfolgt nur
jahresweise, so daß eine Beobachtungsreihe von längstens einem Jahr in einem Lauf analysiert
werden kann.
Zu [J]:
Diese Proceduren sind rechnerspezifisch. Sie steuern den Aufruf [2]. Sie verwalten in sehr
einfacher Weise die Dateien, mit denen von [2] gearbeitet wird. Für manche Anwendungsfälle
kann es sinnvoll sein, wenn der Benutzer eigene Steuerproceduren schreibt.