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Full text: Datenmanagement in AufMod

Die Küste, 83 AufMod (2015), 167-179 
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zu transportieren. Prinzipiell ist es möglich, Verknüpfungen zu Datenbeständen in belie 
bigen Formaten zu setzen. Für eine interoperable Bereitstellung wird aber die Nutzung 
von Webdiensten angestrebt. Die unter der Leitung des OGC entwickelten Dienste gehö 
ren dabei zu den etablierten Standards. Diese umfassen den Web Mapping Service 
(WMS) (de LA Beaujardiere 2006) für die Darstellung von Vektorgrafiken, den Web 
Coverage Service (WCS) (BAUMANN 2010) für die Darstellung von Rasterdaten und den 
Web Feature Service (WFS) (VRETANOS 2010) für den Download von Daten. Über einen 
OGC Catalogue Service for the Web (CSW) (VOGES and Senkler 2007) werden die 
Metadaten von Infrastrukturknoten auf das zentrale Portal gespiegelt, der sogenannte 
Flarvesting-Mechanismus. Das Portal selbst hält so keine Daten bereit, sondern bündelt 
die Metadaten der angeschlossenen Infrastrukturknoten tagesaktuell. 
Die Metadaten folgen dabei den Standards von ISO (ISO 19115: Geographie Infor 
mation — Metadata) (ISO 19115:2003) und von INSPIRE (EUROPEAN COMMISSION 
Joint Research Centre, Metadata Drafting Team 2010). Eine minimale Teil 
menge von zwingend auszufüllenden Elementen bewirkt die Interoperabilität zwischen 
verschiedenen Metadateninformationssystemen. Die Zusammenführung der Metadaten 
kann somit nur durch die Nutzung eines gemeinsamen Standards gelingen. Die Standar 
disierung stellt so die semantische Integrität und Vergleichbarkeit der Metadaten her. 
Folglich bilden Metadaten, neben der strukturierten Dokumentation der Datensätze, auch 
die Grundlage für die Suche nach Daten in Geodatenportalen wie der MDI-DE. Zudem 
bewirken die notwendigerweise auszufüllenden Metadatenelemente zumindest eine grobe 
Qualitäts Sicherung. 
3 AufMod in der MDI-DE 
Das vom BMBF geförderte KFKI-Projekt AufMod befasste sich mit dem übergeordne 
ten Ziel, Grundlagen zur großräumigen Untersuchung von Sedimenttransportwegen, 
-richtungen und -mengen in der Deutschen Bucht zu schaffen. Das Projekt fußte auf 
zwei Disziplinen, dem Küsteningenieurwesen und der Geologie, deren Zusammenarbeit 
grundlegend zum Erkenntnisgewinn beitrug. So wurde zum einen ein messdatenbasiertes 
Bodenmodell für das Gebiet der Deutschen Bucht aufgebaut (Funktionales Bodenmodell, 
siehe MlLBRADT et al. 2015), welches konsistente Informationen über die Morphologie 
und Sedimente des Meeresbodens liefert. Weiterhin wurden prozess- und datenbasierte 
numerische Verfahren zur Simulation Sediment- und morphodynamischer Vorgänge in 
der Deutschen Bucht weiterentwickelt. Ergebnisprodukte sind Messdaten, sedimentologi- 
sche und morphologische Parameter, konsistente Bathymetrien sowie hydrodynamische 
Kennwerte. 
Um diese umfangreichen und heterogenen Ergebnisse langfristig einer möglichst brei 
ten Öffentlichkeit verfügbar machen zu können, wurde eine Infrastruktur benötigt, die 
über die monolithische Darstellung einer Projekt-Webseite hinausgeht. Für eine Bereit 
stellung war eine umfassende Dokumentation der Datenprodukte unerlässlich. Produkte 
sollten außerdem in verschiedenen Formaten angeboten werden können. Die MDI-DE 
stellte hierfür die entsprechenden Technologien bereit, um Ergebnisse standardkonform 
und auch von räumlich verteilten Datenknoten aus bereitzustellen. So wurde nicht 
nur das Datenvolumen aufgeteilt, es konnten lokal etablierte Softwaresysteme und 
-Werkzeuge auch weiterhin genutzt werden.
	        
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