Die Küste, 83 AufMod (2015), 167-179
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Webdienste und von INSPIRE umgesetzt. Uber die verteilte Architektur der MDI-DE ist
es möglich, die Daten bei verschiedenen Projektpartnern von AufMod zu halten und be
reitzustellen.
2 Marine Dateninfrastruktur Deutschland MDI-DE
Die MDI-DE wurde 2010 als dreijähriges Projekt vom BMBF gefördert und nach Pro
jektende 2013 in den Dauerbetrieb überfuhrt. In einem Verbund, bestehend aus mehre
ren Landesbehörden der deutschen Nord- und Ostseeküste, den Bundesoberbehörden
Bundesanstalt für Wasserbau (BAW) und Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrogra-
phie (BSH), der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung und der LTniversität Rostock für die
wissenschaftliche Begleitforschung, wurden die Strukturen für die Bereitstellung von Da
ten aus Meeresnaturschutz, Küstengewässerschutz, Küsteningenieurwesen und For
schung geschaffen. Uber die MDI-DE werden auch Richtlinien wie die MSRL oder
INSPIRE bedient. Zentrales Element ist ein Portal zur Suche von Datensätzen und Me
tadaten über alle angeschlossenen Datenbestände, sog. Infrastrukturknoten (ISK), sowie
die Möglichkeit zur Visualisierung von Webdiensten (MDI-DE 2014b) (Abb. 1).
Abbildung 1: Die Einstiegsseite des MDI-DE Portals mit Suchoptionen für AufMod-Produkte:
Die freie Suche und der Themeneinstieg.
Jeder ISK verfügt über einen Metadatenkatalog und über einen Datenspeicher für die
Bereitstellung von Webdiensten (Binder et al. 2012). Im zentralen Portal werden die
Metadaten tagesaktuell bereitgestellt, in diesen befinden sich dann Links auf die Daten
oder Webdienste. Diese Dienste-orientierte Architektur ermöglicht es, das Datentrans
portvolumen gering zu halten und trotzdem alle relevanten Informationen zu den Daten