accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text : Nordseezustand 2008-2011 (BSH-Berichte, Nr. 54)

8

Zusammenfassungen

SW  bedingte.  Luft  und  Meerestemperatur  lagen  beständig  um  etwa  1.3  К  über
der  Klimatologie.  (OND)  Ein  tiefer  Trog  über  dem  NE-Atlantik  war  im  November ­
  mit  einem  extrem  hohen  Sturmaufkommen  sowie  einem  massiven,  richtungsstabilen ­
  Einstrom  milder  Meeresluft  aus  SW  verbunden.  Im  Dezember
erreichte  Hurrels  NAO-Index  einen  Negativrekord  von  -2.95.  Diese  konträren
Bedingungen  gingen  mit  einer  drastischen  Reduktion  bzw.  Erhöhung  der  Abkühlungsrate ­
  der  Lufttemperatur  einher.
2010  (34  ff.):  (JFM)  Der  Rekordtiefststand  (-2.54)  des  NAO-Index  (Hurrel)
im  DJFM-Tertial  bildete  sich  in  einer  beispiellos  geringen  Sturmfrequenz  (4)
ab.  Zwar  erreichte  die  Wintertemperatur  sowohl  auf  Norderney,  als  auch  in
der  Deutsche  Bucht  den  seit  1996  tiefsten  Stand.  Dieser  übertraf  jedoch  denjenigen ­
  von  1996  um  fast  2  K.  (AMJ)  Die  ANW-Witterungslage  beinhaltete
einerseits  richtungsstabile  Kaltlufttransporte  über  die  Nordsee,  anderseits
Strahlungsüberschüsse  unter  Hochdruckeinfluss.  Die  Quartalsmittel  von  Luftund
  Meerestemperatur  unterschritten  dabei  die  Klimanormalwerte  nur  geringfügig, ­
  lagen  damit  aber,  ebenso  wie  im  Winter,  auf  dem  seit  1996  tiefsten
Niveau.  (JAS)  Die  Auswirkungen  des  langlebigen  Omegablocks  über  Weißrussland ­
  beschränkte  sich  im  Juli  auf  die  südöstliche  Nordsee.  Die  eigentliche
Nordsee  unterlag  zunächst  einer  SW-lichen  Anströmung  und  geriet  ab  der  3.
Dekade  unter  den  nachrückenden  Höhentrog,  der  im  August  zu  einer  extremen
Häufung  von  Tiefdrucklagen  (11)  führte  und  sich  als  CW-Witterungslage  im  Bodendruck ­
  abbildete.  Die  Lufttemperatur  kletterte  im  Juli  bei  hohem  Strahlungsüberschuss ­
  auf  ihr  dritthöchste  Niveau  und  fiel  im  August  auf  das  Klimanormal
zurück.  (SON)  Die  im  Herbstverlauf  zunehmend  negative  Auslenkung  der  NAO
erreichte  schließlich  eine  Stärke  von  -3.56,  womit  der  Rekordzustand  des  Vorjahresdezembers ­
  nochmals  unterboten  wurde.  Mit  Südverlagerung  der  Polarfront ­
  kam  es  -  wie  im  Winter  -  zu  einer  extremen  Häufung  von  Ostwetterlagen
bei  sehr  geringer  Sturmfrequenz  (6).  Die  Herbsttemperatur  auf  Norderney  fiel
auf  das  Rekordminimum  von  1993  (5.1  °C)  zurück.  Der  Temperaturabfall  der
Meerestemperatur  von  November  auf  Dezember  entsprach  mit  -5.0  К  fast  der
Rekordabkühlungsrate  von  1978  (-5.1).
2011  (36  ff.):  (JFM)  Nach  16  Monaten  wechselte  der  NAO-Zustand  im  Februar ­
  in  eine  beständige,  positive  Phase.  Die  im  Winterquartal  vorherrschende
Zufuhr  milder  Meeresluft  aus  WSW  wurde  nur  episodisch  durch  Kaltlufttransporte ­
  aus  NNW  und  SSE  unterbrochen.  Die  Temperatur  auf  Norderney,  die  ihr
saisonales  Minimum  gewöhnlich  im  Januar  annimmt,  kehrte  zu  dieser  Zeit  mit
einem  beispiellos  starken  Anstieg  (3.3  K)  zur  Klimatologie  zurück,  der  sie  auch
in  den  verbleibenden  Wintermonaten  folgte.  (AMJ)  Die  Luftdruckverteilung  im
April  stellte  sich  als  Überlagerung  des  Winter-  und  Sommermusters  des  positiven ­
  NAO-Modes  dar  und  glich  damit  den  Verteilungen  vom  Juli  2006  und
2013,  die  mit  extremen  Hitzewellen  einhergingen.  Die  Temperatur  auf  Norderney ­
  sprang  auf  das  nach  2007  höchste  Niveau  (10.6  °C),  die  Meerestemperatur
der  DB  vollführte  einen  Rekordsprung  um  4.1  К  auf  7.6  °C.  Obgleich  der  weitere ­
  saisonale  Anstieg  in  einer  lebhaften  WSW-Strömung  flacher  verlief,  war
es  auf  Norderney  nur  im  Frühjahr  2007  wärmer.  (JAS)  Die  Verbundhäufigkeiten
für  Juli  und  August  von  Hoch-  (A)  und  Tiefdruckwetterlagen  (C)  erreichten  Rekordstände ­
  von  6  und  19  Tagen.  Die  unbeständige  Witterungsphase  wurde  im
September  durch  eine  lebhafte,  richtungsstabile  WSW-Anströmung  abgelöst,
die  ab  Monatsmitte  antizyklonal  geprägt  war.  Kräftige  Strahlungsdefizite  im
Hochsommer  und  ein  hoher  Überschuss  im  September  führten  auf  Norderney
zu  einem  seewärtigen,  auf  dem  klimatologischen  Quartalsniveau  von  16.2  °C
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.