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Volltext: 54: Nordseezustand 2008-2011

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Einführung 
1 Einführung 
Steigender Schiffsverkehr durch eine Zunahme des globalen Handels, eine 
boomende Kreuzfahrtbranche und neue maritime Industrien wie die Offshore 
Windenergie führen zu einer zunehmenden Nutzung der Meere. Damit ist eine 
wachsende Belastung des marinen Ökosystems verbunden. Dabei gehört be 
sonders die Nordsee im Bereich der Deutschen Bucht zu den weltweit am stär 
ksten beanspruchten Meeresregionen. 
Die Internationale Seeschifffahrts-Organisation (International Maritime Or 
ganization, IMO) ist bemüht, durch Erarbeitung international gültiger Rege 
lungen eine Balance zwischen Schutz und Nutzung der Meere herzustellen. 
In der europäischen Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL) wird ein erstre 
benswerter Umweltzustand formuliert, der durch die Entwicklung geeigneter 
Strategien und Maßnahmen erreicht werden soll. Wesentliche Grundlage und 
Voraussetzung der Zustandsbewertung der Nordsee sind die vom BSH routi 
nemäßig erhobenen hydrographischen und chemischen Messungen. Sie er 
lauben Rückschlüsse auf den Zustand der Meeresumwelt und zeigen unter 
anderem die Folgen des Klimawandels auf. Sie helfen aber auch, den Umfang 
des Eintrags von Schadstoffen aus der Luft, den Flüssen und dem Hinterland, 
sowie der Schifffahrt selbst, zu bewerten und Hinweise für eine notwendige 
Reduzierung solcher Einträge zu geben. 
Mit seinen aktuellen Beobachtungsdaten und Analysen leistet das BSH einen 
erheblichen Beitrag zur Sicherheit der Seeschifffahrt. Informationen zu Strö 
mungen, Wellenhöhen, Wasserstand oder Eisgang unterstützen Nautiker in ih 
rer Schiffsführung. 
Die Umweltüberwachung des BSH erfasst die Belastung durch bekannte 
Schadstoffe und schafft so eine Datengrundlage zur Bewertung der Wirksam 
keit von Reduktionsmaßnahmen. Daneben werden neue stoffliche Belastungen 
identifiziert und eine Informationsbasis für die Weiterentwicklung von Schutz 
maßnahmen geschaffen. 
Maßnahmen zur Reduzierung von Schadstoffen und das Verbot besonders 
umweltbelastender Stoffe zeigen positive Wirkungen (System Nordsee, 2006 & 
2007: Zustand und Entwicklungen, Berichte des BSH Nr. 49; Die Nordsee, Na 
turraum und Wirtschaftszone, Zustand und Entwicklung 2006-2007). Trotzdem 
bedarf es ständiger Überwachung der Zustandsänderungen der Nordsee. Nur 
so kann die Wirksamkeit von internationalen und schifffahrts- und umweltrele 
vanten Übereinkommen überprüft und damit verbundene Maßnahmen bewer 
tet und gegebenenfalls angepasst werden. 
Im Nordseezustandsbericht für die Jahre 2008 bis 2011 werden die Ergebnisse 
der ständigen Überwachung der Nordsee durch das BSH in diesem Zeitraum 
zusammengefasst und dargestellt. Er liefert einen unverzichtbaren Beitrag zum 
Verständnis des komplexen Systems Nordsee.
	        
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