256
Chemie
hat es im Emsmündungsbereich gegeben. Sowohl die Blei- als auch die Zinkbelastung ist
in den vergangenen Jahren zurückgegangen. Die Gehalte überschreiten das Effektkriterium
aber weiterhin, wenn auch nur knapp.
Sehr erfreulich ist die langjährig stetig abnehmende Quecksilberbelastung des Oberflächen
sediments. Seit Jahren sind in nahezu allen Regionen der Deutschen Bucht anhaltend ab
nehmende Belastungstrends zu beobachten. Dies führt dazu, dass in der zentralen Nordsee
nahezu Hintergrundkonzentrationen gemessen werden. Im Untersuchungszeitraum werden
seit 2005 vereinzelt wieder Gehalte gemessen, die das Bewertungskriterium für Hintergrund
konzentrationen unterschreiten. Aber auch in anderen Regionen gab es einen Wechsel des
Status von nicht gut (rot) nach gut (grün), auf der Weißen Bank (WB) seit 2003 und vor der ost
friesischen Küste (ES, STG16) seit etwas 2007. Im weiter östlich und nördlich liegenden Teil
des Küstenstreifens wurde dieser Statuswechsel noch nicht erreicht, aber auch im Elbeästuar
wurde 2011 seit Jahren das erste Mal wieder ein abnehmender Trend berechnet.
Auch die Kupferbelastung ging über die Jahre weiter zurück, obwohl sie in der Deutschen
Bucht bereits auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau liegt. Im Bereich der Emsmündung
(ES) aber auch im Gebiet nordwestlich Helgoland (Ti) werden heute geringere Gehalte gemes
sen als noch vor 10 Jahren. In der zentralen Nordsee (TE) und über Jahre nachhaltig bei der
Weißen Bank (WB) wurden weiter abnehmende Trends der Kupferbelastung gemessen.