accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: 54: Nordseezustand 2008-2011

Metalle 
255 
Kupfer und Cadmium zeigten in einzelnen Regionen (ES, TE) auf bereits niedrigem Niveau 
signifikant abnehmende zeitliche Trends. 
Sehr ausgeprägt sind weiterhin die abnehmenden Trends in der Quecksilberbelastung im na 
hezu gesamten Untersuchungsgebiet. Vor der Emsmündung ist die grundsätzlich hohe Streu 
ung der Messwerte dafür verantwortlich, dass hier kein signifikanter Trend nachgewiesen 
wurde. 
Außerhalb der bisher behandelten Trendmonitoringstationen wurden nördlich Langeoog in 
den vergangenen Jahren leicht zunehmende zeitliche Trends der Blei- und Zinkgehalte nach 
gewiesen. Diese zwischen Ems und Weser liegende Station ist in Abbildung 4-72 ebenfalls 
dargestellt. 
4.4.4.4.1 Wie stabil ist die aktuelle Statusbewertung? 
Tabelle 4-10 fasst die Ergebnisse aller jährlichen Bewertungen seit dem Jahr 2000 zusammen, 
die für die Deutsche Bucht nach dem oben beschriebenen Schema durchgeführt wurden. 
Die Spalten zeigen die räumliche Komponente, sie repräsentieren die unterschiedlichen be 
werteten Regionen. Die Zeilen listen die ausgewerteten Elemente Zink, Blei, Nickel, Queck 
silber, Kupfer und Cadmium auf, die weiter durch die jährlichen Bewertungen zwischen den 
Jahren von 2011 bis 2000 (absteigend) differenziert sind. Von links nach rechts nimmt in der 
Tabelle die Küstennähe der Regionen zu. Die erste Spalte repräsentiert die offene Nordsee, 
die dritte Spalte die Region nordwestlich Helgoland. Alle weiteren Spalten fassen die küsten 
nahen Messungen zusammen, die sich vom westlich gelegenen Gebiet der Ems-Mündung 
(Spalte 4) sukzessive zum nordöstlichen Ende des Untersuchungsgebietes vor Sylt (Spalte 7) 
aneinander reihen. 
Jedes Element in der Tabelle zeigt rechts den Median der Metallgehalte in der Feinkorn 
fraktion der Oberflächensedimentproben, die während eines Jahres in der jeweiligen Region 
untersucht wurden. Das grafische Element (links) zeigt zusätzlich in einem vertikalen Bal 
ken die Lage dieses Wertes im Verhältnis zu allen anderen Messungen im gesamten Unter 
suchungsgebiet und Zeitraum zwischen 2011 und 2000. Für jedes Element sind alle Skalen 
der Einzelgrafiken einheitlich links durch den niedrigen Hintergrundwert (vergl. Tabelle 4-7) 
und rechts durch den höchsten jährlichen Median (+10%) begrenzt. Sollten die Bewertungs 
kriterien (BC und EAC vergl. Tabelle 4-7) in diesen Bereich fallen, sind sie ebenfalls durch 
feine (blaue oder rote) Linien dargestellt. Alle grafischen Elemente sind entsprechend der 
relativen Lage des jeweiligen Medians zu den Bewertungskriterien blau, grün oder rot einge 
färbt. Sollten im Zeitraum von 10 Jahren vor dem Bewertungsjahr signifikante zeitliche Trends 
berechnet worden sein, sind diese durch gelbe Dreiecke gekennzeichnet. 
Aus der Tabelle ergibt sich ein schneller Überblick über die Metallbelastung der vergangenen 
zehn Jahre, in den verschiedenen Regionen der deutschen Bucht. An den rot gefärbten Feld 
ern lässt sich erkennen, welche Elemente in welchen Regionen zurzeit den guten Umweltzu 
stand nicht erreichen und an den Trendsymbolen, ob ggf. eine Verbesserung der Situation zu 
erwarten ist. 
Deutlich lässt sich erkennen, dass die Elemente Blei, Zink und Quecksilber langfristig und 
großräumig die Effektgrenzwerte überschritten haben. Im Gebiet der Weißen Bank (WB) über 
steigen die Bleigehalte das Effektbewertungskriterium nur knapp, es ist aber über die Jahre 
keine Tendenz zur Verbesserung der Situation zu erkennen. Hin und wieder wurden zwischen 
den Jahren 2001 bis 2005 zunehmende Bleibelastungstrends im Titangebiet (Ti) nachgewie 
sen, diese haben sich aber nicht bestätigt. Eine echte Verbesserung der Belastungssituation
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.