Metalle
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Kupfer und Cadmium zeigten in einzelnen Regionen (ES, TE) auf bereits niedrigem Niveau
signifikant abnehmende zeitliche Trends.
Sehr ausgeprägt sind weiterhin die abnehmenden Trends in der Quecksilberbelastung im na
hezu gesamten Untersuchungsgebiet. Vor der Emsmündung ist die grundsätzlich hohe Streu
ung der Messwerte dafür verantwortlich, dass hier kein signifikanter Trend nachgewiesen
wurde.
Außerhalb der bisher behandelten Trendmonitoringstationen wurden nördlich Langeoog in
den vergangenen Jahren leicht zunehmende zeitliche Trends der Blei- und Zinkgehalte nach
gewiesen. Diese zwischen Ems und Weser liegende Station ist in Abbildung 4-72 ebenfalls
dargestellt.
4.4.4.4.1 Wie stabil ist die aktuelle Statusbewertung?
Tabelle 4-10 fasst die Ergebnisse aller jährlichen Bewertungen seit dem Jahr 2000 zusammen,
die für die Deutsche Bucht nach dem oben beschriebenen Schema durchgeführt wurden.
Die Spalten zeigen die räumliche Komponente, sie repräsentieren die unterschiedlichen be
werteten Regionen. Die Zeilen listen die ausgewerteten Elemente Zink, Blei, Nickel, Queck
silber, Kupfer und Cadmium auf, die weiter durch die jährlichen Bewertungen zwischen den
Jahren von 2011 bis 2000 (absteigend) differenziert sind. Von links nach rechts nimmt in der
Tabelle die Küstennähe der Regionen zu. Die erste Spalte repräsentiert die offene Nordsee,
die dritte Spalte die Region nordwestlich Helgoland. Alle weiteren Spalten fassen die küsten
nahen Messungen zusammen, die sich vom westlich gelegenen Gebiet der Ems-Mündung
(Spalte 4) sukzessive zum nordöstlichen Ende des Untersuchungsgebietes vor Sylt (Spalte 7)
aneinander reihen.
Jedes Element in der Tabelle zeigt rechts den Median der Metallgehalte in der Feinkorn
fraktion der Oberflächensedimentproben, die während eines Jahres in der jeweiligen Region
untersucht wurden. Das grafische Element (links) zeigt zusätzlich in einem vertikalen Bal
ken die Lage dieses Wertes im Verhältnis zu allen anderen Messungen im gesamten Unter
suchungsgebiet und Zeitraum zwischen 2011 und 2000. Für jedes Element sind alle Skalen
der Einzelgrafiken einheitlich links durch den niedrigen Hintergrundwert (vergl. Tabelle 4-7)
und rechts durch den höchsten jährlichen Median (+10%) begrenzt. Sollten die Bewertungs
kriterien (BC und EAC vergl. Tabelle 4-7) in diesen Bereich fallen, sind sie ebenfalls durch
feine (blaue oder rote) Linien dargestellt. Alle grafischen Elemente sind entsprechend der
relativen Lage des jeweiligen Medians zu den Bewertungskriterien blau, grün oder rot einge
färbt. Sollten im Zeitraum von 10 Jahren vor dem Bewertungsjahr signifikante zeitliche Trends
berechnet worden sein, sind diese durch gelbe Dreiecke gekennzeichnet.
Aus der Tabelle ergibt sich ein schneller Überblick über die Metallbelastung der vergangenen
zehn Jahre, in den verschiedenen Regionen der deutschen Bucht. An den rot gefärbten Feld
ern lässt sich erkennen, welche Elemente in welchen Regionen zurzeit den guten Umweltzu
stand nicht erreichen und an den Trendsymbolen, ob ggf. eine Verbesserung der Situation zu
erwarten ist.
Deutlich lässt sich erkennen, dass die Elemente Blei, Zink und Quecksilber langfristig und
großräumig die Effektgrenzwerte überschritten haben. Im Gebiet der Weißen Bank (WB) über
steigen die Bleigehalte das Effektbewertungskriterium nur knapp, es ist aber über die Jahre
keine Tendenz zur Verbesserung der Situation zu erkennen. Hin und wieder wurden zwischen
den Jahren 2001 bis 2005 zunehmende Bleibelastungstrends im Titangebiet (Ti) nachgewie
sen, diese haben sich aber nicht bestätigt. Eine echte Verbesserung der Belastungssituation