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Chemie
3°E 4°E 5°E 6°E 7°E 8°E 9°E
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Abbildung 4-72: Bewertung der Metallbelastung der Oberflächensedimente im Jahr 2011 und Abschät
zung der zeitlichen Entwicklung innerhalb der vergangenen 10 Jahre. (Rot) geringe Wahrscheinlichkeit von
Effekten. (Grün) keine Effekte zu erwarten, aber Hintergrundwert überschritten. (Blau) Belastung nahe oder
gleich dem Hintergrundwert (vergl. Tabelle 4-7). Ein signifikanter zeitlicher auf-/abwärts gerichteter Trend
innerhalb der vergangenen 10 Jahre wird durch ein nach oben/unten gerichtetes weißes Dreieck symbo
lisiert. Unterhalb jedes Symbols ist der Elementgehalt im Bewertungsjahr (Median in mg/kg (TM)) angege
ben.
Figure 4-72: Assessment ofelement bürden in surface Sediment fines sampled in 2011. (Blue) less than
OSPAR-BAC, (green) greater than BAC and less then effect assessment value, (red) greater then effect
assessment value (refer to table 4-7). A significant temporal trend in each region during the recent ten
years is indicated by an upward/downward white triangle. The median concentration (mg/kg DW) during
the assessment year is given under each Symbol.
Zusätzlich zur Einschätzung des aktuellen Belastungsstatus (in diesem Bericht das Jahr 2011)
wurde dessen zeitliche Entwicklung innerhalb der vergangenen 10 Jahre untersucht. Trends
wurden auf Basis der nicht parametrischen Spearman-Rangkorrelation ermittelt. Ausgewertet
wurden die jährlichen Mediane der Metallgehalte in der Feinkornfraktion des Oberflächen
sediments, welche für die oben beschriebenen Trendregionen separat berechnet wurden.
Abbildung 4-72 fasst die Bewertungsergebnisse in Kartendarstellungen zusammen. Neben
dem als Punkt dargestellten Farbcode und dem Trendsymbol (nach oben/unten gerichtetes
Dreieck) ist in jeder Bewertungsregion ebenfalls der Metallgehalt (unten) in mg/kg angegeben.
Die Kupferbelastung erreichte 2011 im Untersuchungsgebiet, von wenigen Einzelproben ab
gesehen, die Hintergrundwerte. Auch die Nickel und Cadmiumgehalte waren weitgehend
niedrig, überstiegen jedoch den Hintergrundwert meistens. Die höchsten Kupfer-, Blei und
Zinkgehalte in der Feinkornfraktion des Oberflächensediments wurden im ehemaligen Dünn
säureverklappungsgebiet nordwestlich von Helgoland, in der Region Ti gemessen; die höch
sten Quecksilbergehalte im Elbeästuar (der Region KS) und die zweithöchsten auf der Höhe
von Sylt (in der Region L). Hier zeigt sich der starke Einfluss der Elbe entlang der nordfriesischen
Küste. Die Gehalte der Elemente Zink und Blei lagen im gesamten Untersuchungsgebiet über
dem Effektgrenzwert, Quecksilber nur in den küstennahen Gebieten (ES, L und KS sowie
im Gebiet NW von Helgoland (Ti)). Wird der Metallgehalt im Feinkornanteil (so wie er hier
bestimmt wurde) auf die nicht fraktionierte Gesamtprobe bezogen, sind die Gehalte in den
sandigen Gebieten allerdings eher gering. Der Feinkornanteil des Sediments vor Sylt enthält
beispielsweise weniger als 5 % Feinkornanteil (vergleiche hierzu Abbildung 4-70 rechts).