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Full text: 54: Nordseezustand 2008-2011

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Chemie 
Seegebietes. Für die im folgenden Text beschriebenen Trenduntersuchungen wurden zur 
Verbesserung der Statistik Stationen zu Gruppen zusammengefasst. Die räumliche Lage der 
Stationen und Ausdehnung dieser Gruppen ist in Abbildung 4-70 (links) durch rote Ellipsen 
markiert. Im Einzelnen handelt es sich um vier Stationen in der zentralen Nordsee (TE), vier 
im Bereich der Weißen Bank (WB), zwei Stationen vor Sylt (L), weitere zwei Stationen vor der 
Emsmündung (ES) und zwei Stationen im Schlickfallgebiet südöstlich von Helgoland (KS). 
3°E 4°E 5°E 6°E 7°E 8°E 9°E 
Abbildung 4-70: Sedimentprobenahmestationen Deutsche Bucht (links) im Zeitraum von 2008 bis 2011 
(grauer Kreis). Alle bisher bearbeiteten Proben sind durch einen zusätzlichen blauen Punkt gekenn 
zeichnet. Einzelne Trendstationen sind zu Gruppen zusammengefasst (rote Ellipse). Metallgehalte und 
Trends werden in diesen „Trendregionen“ bewertet. Rechts: Räumliche Verteilung des Anteils der Fein 
kornfraktion (<20 pm) am Gesamtsediment 1985-2007. 
Figure 4-70: Sediment sampling sites (left) German Bight from 2008 to 2011. Trend monitoring stations 
are indicated by blue dots. For any subsequent assessment of temporal trend and concentration level 
in sediment, these sites are combined to regional site groups, which are indicated by red circles. Right: 
Spatial distribution of percent fraction of sediment fines (<20 pm) measured during the period 1985 to 
2007. 
4.4.4.1 Merkmale des Feinkornanteils 
Die vorwiegend am Schwebstoff gebundenen Spurenelemente sedimentieren in der Nordsee 
in relativ eng umgrenzten Gebieten. Physikalisch zeichnen sich diese Regionen vor allem 
durch einen geringen Eintrag kinetischer Energie aus; einmal sedimentierte Teilchen zeigen 
hier nur geringe Neigung zur Resuspension. Das wichtigste Sedimentakkumulationsgebiet der 
Nordsee befindet sich im tieferen Teil des Skagerraks und in der Norwegischen Rinne. Aber 
auch im Schlickfallgebiet südöstlich von Helgoland, im Urstromtal der Elbe, wird Nettosedi 
mentation beobachtet. Hier enthält das Sediment einen hohen Feinkornanteil (Korngrößen 
<20 pm) von 15 % bis 45 %. Dagegen sind weite Teile des Meeresbodens der Nordsee 
mit Sanden bedeckt, die nur geringe Feinkornanteile im unteren Prozentbereich enthalten. 
In diesen als dispersiv geltenden Gebieten findet keine Nettosedimentation statt. Die rechte 
Karte in Abbildung 4-70 (Deutsche Bucht) zeigt die Ergebnisse von Korngrößenanalysen im 
Oberflächensediment des deutschen Festlandsockels aus dem Zeitraum 1985 bis 2007. Die 
schlickigen bzw. feinsandigen Gebiete in der inneren Deutschen Bucht und auf der Weißen 
Bank treten durch einen hohen Feinkornanteil deutlich hervor.
	        
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