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Full text: 54: Nordseezustand 2008-2011

Metalle 
247 
Time 
Salinity 
Element 
Samples (n) 
25th Perc. 
Median 
75th Perc. 
JFM 2011 
30-32 
Cd 
7 
22,9 
24,0 
25,1 
Cu 
14 
494,3 
514,2 
542,2 
Hg 
13 
425,5 
752,5 
1000,9 
Ni 
14 
525,5 
556,2 
607,5 
Pb 
21 
13,7 
17,1 
23,5 
Zn 
14 
811,2 
999,8 
1197,3 
JFM 2011 
34-36 
Cd 
16 
15,3 
16,4 
17,2 
Cu 
51 
131,5 
188,5 
290,5 
Hg 
48 
0 
0 
31,1 
Ni 
51 
206,0 
234,3 
327,4 
Pb 
67 
11,4 
17,0 
22,1 
Zn 
51 
204,3 
252,7 
404,0 
Tabelle 4-8: Metallgehalte im küstennahen Wasser (Salzgehalte: 30-32) der Deutschen Bucht und in der 
offenen Nordsee (Salzgehalte: >34) im ersten Quartal (Jan., Feb., Mrz.) 2011 in 10 m Wassertiefe. An 
gegeben sind die Anzahl der Proben (n) und die 25 %, 50 % (Median) und 75 % Perzentile der gemes 
senen Metallgehalte in ng/L (Hg in pg/L). Alle Konzentrationsangaben sind entsprechend dem OSPAR- 
Bewertungssystem eingefärbt. 
Table 4-8: Element concentration in filtered coastal water samples (salinity 30-32) and open North Sea 
(salinity >34) near surface waters during the first quarter (JFM) of the year 2011. Given are the number 
of samples and the 25 %, 50 % and 75 % percentiles in ng/L (Hg in pg/L). All concentration values are 
coloured according the OSPAR-assessment scheme. 
4.4.4 Sediment 
Der Meeresboden stellt die wichtigste Senke für Spurenmetalle im marinen Ökosystem dar. 
Er kann jedoch durch Resuspension von historisch deponiertem, höher belastetem Mate 
rial regional auch als Belastungsquelle wirken. Die Funktionsweise des Meeresbodens ist 
u. a. von Strömungsstärke, Turbulenz, Bathymétrie und den Eigenschaften des Sediments 
selbst abhängig. Hierbei können seine physikalischen Eigenschaften und seine chemische 
Zusammensetzung regional stark variieren. In der Deutschen Bucht wird die volle Variations 
breite von schlickigen über sandige bis hin zu steinigen Sedimenttypen vorgefunden, wobei 
jeder individuelle Typ an sich eine spezifisch ausgeprägte Affinität zu Schadstoffen/Metal 
len aufweist. Um die Vergleichbarkeit von Belastungsuntersuchungen in unterschiedlichen 
Regionen zu erhöhen, werden Normierungsverfahren angewendet. Hier hat sich für die Be 
stimmung von Metallgehalten im Sediment deren Normierung auf den Feinkornanteil (Korn 
größen <20 pm) bzw. deren direkte Bestimmung in der Feinkornfraktion durchgesetzt, die in 
der deutschen Meeresüberwachung bereits seit über 20 Jahren durchgeführt wird. Daneben 
werden auf internationaler Ebene (z. B. OSPAR 2002) auch Normierungen auf die Aluminium 
oder Lithiumgehalte, sowie für organische Schadstoffe auf gesamtorganischen Kohlenstoff 
(TOC) verwendet. Eine Normierung auf die Gehalte von Matrixelementen, z. B. 5 % AI oder 
50 mg/kg Li, liefert ähnliche Ergebnisse wie die Normierung auf den Feinkornanteil, da beide 
Elemente deutlich in dieser Sedimentfraktion angereichert sind. Eine Normierung auf TOC 
versucht hingegen, die besondere Affinität organischer Schadstoffe zum organischen Kohlen 
stoffanteil im Sediment auszugleichen. 
Im Zeitraum von 2008 bis 2011 wurden die Trendmonitoringstationen jährlich im ersten Quar 
tal beprobt. Drei Stationen südöstlich von Helgoland wurden zusätzlich, über das jeweilige 
Jahr verteilt, drei bis viermal untersucht. Die höhere Probenahmefrequenz im äußeren Elbe- 
Ästuar dient der Erfassung der deutlich erhöhten Dynamik im Oberflächensediment dieses
	        
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