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Full text: 54: Nordseezustand 2008-2011

Metalle 
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Die anderen, eher gelöst vorliegenden Elemente beschreiben Anfang der neunziger Jahre des 
vergangenen Jahrhunderts einen vergleichbaren Trend, besonders ausgeprägt bei den Ele 
menten Nickel und Kupfer, aber auch bei Cadmium erkennbar. Die mittleren Gehalte nahmen 
mit einer gewissen Streuung bis zum Anfang des neuen Jahrtausends ab. Ein Minimum der 
Cu-, Ni- und Zn-Gehalte wurden im Jahr 2001, für Cadmium 2002 gemessen. Seitdem blie 
ben die Cadmiumgehalte mit gewissen Schwankungen nahe den Hintergrundkonzentrationen 
auf gleichbleibend niedrigem Niveau. Besonders deutlich nahmen von 2003 bis 2007 die 
Nickelgehalte kontinuierlich zu. Überlagert durch eine etwas größere Streuung, aber ebenfalls 
deutlich, nahmen im selben Zeitraum die Kupfer und Zinkgehalte zu. Anschließend, von 2008 
bis 2011 wurden dann wieder Konzentrationen gemessen, die denen um die Jahrtausend 
wende entsprachen. Insgesamt befand sich das Konzentrationsniveau der Elemente Zn und 
Cu im Jahr 2011 um den Faktor 2 bis 5 über den angenommenen Hintergrundwerten, die der 
Elemente Pb, Ni, Cd und Hg nahe den Hintergrundwerten. 
4.4.3.7 Bewertung Wasser 
Zur Bewertung der Metallgehalte im Wasserkörper wird ein dreistufiges Bewertungssystem 
angewendet, wie es in ähnlicher Form von OSPAR für die Sedimentbewertung im Rahmen 
des QSR 2010 (OSPAR 2009a) verwendet wurde (Tabelle 4-6). Es wird zunächst getestet, 
ob die im Wasser gemessenen Konzentrationen nahe oder gleich dem „natürlichen“ Hinter 
grundwert sind. Hiermit wird die Erreichung des gleichlautenden Ziels der OSPAR-Meeres- 
schutzkonvention geprüft. Ist diese Bedingung erfüllt, wird der Status als „blau“ eingestuft. 
Bei Überschreitung des Hintergrundwertes wird geprüft, ob bei den gemessenen Konzentra 
tionen mit negativen Effekten im Ökosystem zu rechnen ist. Hierzu wird gegen ein ökotoxiko 
logisches (Effekt-) Bewertungskriterium geprüft (siehe hierzu auch Kapitel4.4.2.1). Wird dieser 
Prüfwert nicht erreicht, dann wird der Status „grün“, bei Überschreiten des Prüfwertes „rot“ 
vergeben. Um einen einfachen Überblick zu ermöglichen, sind in Abbildung 4-69 die Vertei 
lungsstatistiken der betrachteten Metallbelastungen in küstennahen (oben) und küstenfernen 
Wasserkörpern (unten) in den Jahren 2010 und 2011 gemeinsam auf einer Abszisse darge 
stellt, auf der auch die unterschiedlichen Bewertungsbereiche farblich gekennzeichnet sind. 
Es ergibt sich ein schneller Überblick über die Lage der Belastungswerte innerhalb des drei 
gliedrigen Bewertungssystems. An der rechten Abszisse jeder Einzelgrafik ist weiterhin die 
Eingruppierung der Metallbelastung im letzten Bewertungsjahr (2011, Median) als Farbcode 
in einem Kreis dargestellt. Dieser ist ggf. durch einen auf/abwärts gerichteten Pfeil ergänzt, 
der andeutet, ob innerhalb der letzten fünf Jahre ein signifikanter zeitlicher Trend der Bela 
stung nachweisbar war. Grundlage der Trendanalyse waren die mittleren Metallbelastungen 
(Median) im ersten Quartal der vergangenen fünf Jahre, also im Zeitraum von 2006 bis 2011. 
Richtung und Signifikanz identifizierter Trends wurden mit dem nicht parametrischen Sper- 
man-Rangkorrelationsverfahren geprüft. 
Tabelle 4-8 ergänzt die grafische Darstellung durch die Angabe der 2011 gemessenen Kon 
zentrationen und deren Verteilung (25% und 75% Perzentile sowie Median). 
Der grafische Überblick über beide Wasserkörper (28<S<30) und (S>34) in Abbildung 4-69 
oben und unten zeigt, dass die Konzentrationen aller untersuchten Schwermetalle in den Jah 
ren 2010 und 2011 sehr deutlich unter den verwendeten Effektgrenzwerten lagen. Im küsten 
nahen Wasserkörper überschritten die Kupfer-, Nickel- und Zinkkonzentrationen aber deutlich 
den Hintergrundwert, Quecksilber lag nur knapp darüber (25% der Messwerte unter dem 
Hintergrundwert) und die Konzentrationen von Cadmium und Blei knapp unter dem Hinter 
grundwert (75% aller Messwerte).
	        
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