accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text : Nordseezustand 2008-2011 (BSH-Berichte, Nr. 54)

230

Chemie

Bei  allen  Untersuchungen  zeigte  sich,  dass  PFOA  meist  die  Substanz  mit  der  höchsten  Konzentration ­
  war,  gefolgt  von  PFOS  und  PFBS;  die  übrigen  PFC  wurden  stets  in  deutlich  geringeren ­
  Konzentrationen  beobachtet.  Die  PFOA-,  PFBS-  und  PFOS-Konzentrationen  lagen  im
Meerwasser  in  einem  ähnlichen  Bereich  wie  viele  klassische  Schadstoffe  (HCH,  PAFI,  Herbizide); ­
  im  Vergleich  zu  lipophilen  chlorierten  Kohlenwasserstoffen  (HOB,  DDT,  PCB)  waren  die
Konzentrationen  sogar  erheblich  höher.

—•—Süßwasser-Anteil

-A-PFDA
—•—  PFHPA
—•—PFHXA
PFHXS
-*-PFNA
-SS-PFOA
—«-PFOS-1
-■-PFOSA-1

Abbildung  4-62:  PFC-Konzentrationen  in  der  Deutschen  Bucht  als  %-Anteil  der  Stade  Konzentrationen
im  Mai  2011.
Figure  4-62:  Concentrations  of  PFC  as  %  of  concentration  of  Stade  in  May  2011.

4.3.6.3  Zeitliche  Trends
Obwohl  die  Messungen  erst  in  den  Jahren  2003  bis  2005  begannen,  ist  eine  erste  Untersuchung ­
  zeitlicher  Trends  möglich.  Die  Entwicklung  der  Konzentrationen  von  PFOA  und
PFOS  ist  in  Abbildung  4-63  exemplarisch  an  drei  Stationen  der  Deutschen  Bucht  und  Stade
gezeigt.  Auf  der  Elbe-Station  bei  Stade  sind  nicht  nur  die  höchsten  Konzentrationen  (PFOA:
3,2-10,3  ng/L;  PFOS:  2,3-8,2  ng/L)  sondern  auch  die  höchsten  Schwankungen  zu  beobachten. ­
  Trotzdem  ist  ein  deutlicher  Rückgang  in  dem  Zeitraum  von  2005  bis  2011  festzustellen;
PFOA  sinkt  von  ca.  9  ng/L  auf  unter  4  ng/L  (Reduktion  um  67  %),  während  PFOS  von  8  ng/l
auf  3  ng/L  sinkt  (Reduktion  um  62  %).  Auf  der  Station  „EIDER“  (mittlerer  Salzgehalt:  29)  sind
die  Schwankungen  interessanterweise  deutlich  geringer  als  in  der  Elbe,  so  dass  die  auch  hier
zu  beobachtenden  abnehmenden  Trends  deutlicher  erkennbar  sind.  PFOA  nimmt  von  4  ng/L
auf  1,3  ng/L  ab  (67  %)  und  PFOS  von  1,7  ng/L  auf  1  ng/L  (41  %).  Die  zeitlichen  Verläufe  sind
sehr  ähnlich:  die  Abnahmen  sind  von  2005  bis  etwa  2008  am  stärksten  und  gehen  in  den  drei
Folgejahren  in  eine  Stagnationsphase  über.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.