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Full text: 54: Nordseezustand 2008-2011

Organische Stoffe 
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4.3.5.1 Herbizidgehalte des Meerwassers 
Da die Elbe die stärkste Quelle für Schadstoffeinträge in die Deutsche Bucht und südöstliche 
Nordsee darstellt, wurden Proben aus dem Elbeästuar in die Untersuchung einbezogen. Die 
dort beobachteten Konzentrationsbereiche sind in Abbildung 4-51 zusammengefasst. Der 
Pestizideintrag und demzufolge die Pestizidkonzentrationen des Wassers unterliegen er 
heblichen jahreszeitlichen Schwankungen, die aus der saisonalen Anwendung der einzelnen 
Wirkstoffe resultieren (siehe Kapitel 4.3.5.2). 
Von 42 analysierten Pestiziden waren in der Elbe 26 nachweisbar; 23 davon wurden auch 
küstennah in der Deutschen Bucht angetroffen, während in der offenen See noch 17 Stoffe 
gefunden wurden (Abbildung 4-52). Aus allen drei Hauptstoffklassen der Herbizide - näm 
lich Phenylharnstoffe, Triazine und Phenoxyessigsäuren - wurden mehrere Vertreter im ng/L- 
Konzentrationsbereich im Seewasser nachgewiesen. Die am häufigsten und in höchsten 
Konzentrationen angetroffenen Vertreter der Phenylharnstoffe waren Diuron und Isoproturon. 
Von den Triazin-Herbiziden wurden vor allem Atrazin, Terbutylazin und Simazin gefunden, 
während unter den Phenoxyessigsäuren MCPA und Mecoprop in höchsten Konzentrationen 
vorkamen. Von den übrigen Herbizidklassen wiesen Bentazon, Metazachlor und Metolachlor 
relativ hohe Konzentrationen auf. 
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Triazine- Phenylurea- Phenoxy- Other Herbicides 
Abbildung 4-51: Herbizid-Konzentrationen in der Elbe bei Stade (2008 bis 2011). 
Figure 4-51: Herbicide concentrations in the river Elbe at Stade (2008 to 2011). 
Aus Abbildung 4-52 wird deutlich, dass in der Deutschen Bucht die Konzentrationen im 
Küstenbereich um den Faktor 10, in der Hohen See etwa um den Faktor 100 abnehmen.
	        
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