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Chemie
0.02 0.04 0.06 0.08 0.1 0.12 0.14
0.02 0.04 0.06 0.08 0.1 0.12 0.14
3°E 4°E 5°E 6°E 7°E 8°E 9°E
0.02 0.04 0.06 0.08 0.1 0.12 0.14
Abbildung 4-33: HCH-Konzentrationen im Oberflächenwasser (5 m) der DB im Mai 2011.
Figure 4-33: HCH concentrations in near-surface sea water (5 m) of the German Bight in May 2011.
Aufgrund der beachtlichen Reduktion von a- und -y-HCH (s. u.) lagen die durchschnittlichen
Konzentrationen in der äußeren Deutschen Bucht (und der zentralen Nordsee) mit Werten von
34 pg/L (a-HCH) und 35 pg/L (7-HCH) in den Jahren 2008 bis 2011 nur noch geringfügig über
denen des Atlantikwassers. Am Eingang des Englischen Kanals wurden für a-HCH 10 pg/L
und für -y-HCH 20 pg/L beobachtet (Werte aus dem Jahr 2009); nördlich der schottischen
Küste lagen die Werte bei 30 und 11 pg/L (Werte aus dem Jahr 2011).
Die charakteristischen Verteilungsmuster der HCH-Isomere in der Deutschen Bucht und der
Nordsee stehen in engem Zusammenhang mit der individuellen Quellstruktur dieser Isomere
und mit der großräumigen Nordseezirkulation (Abbildung 3-1 ff.). Kenntnisse zum prinzipiellen
Wassertransport (Kapitel 3.2.2) in Verbindung mit solchen lassen sich deshalb zur Identifika
tion der Hauptwasserkörper nutzen, die in der Deutschen Bucht aufeinandertreffen. Nachfol
gend wird diese Möglichkeit anhand von Ergebnissen der Nordseegesamtaufnahmen vom
August 2009 und 2011 demonstriert (Abbildung 4-34).