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Full text: 54: Nordseezustand 2008-2011

Organische Stoffe 
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Die Schadstoffkonzentrationen im Sediment werden einmal pro Jahr an 13 Stationen in der 
Deutschen Bucht bestimmt. Die Bewertung der räumlichen Schadstoffverteilung ist aller 
dings schwierig, da die Konzentrationen nicht nur von speziellen, lokalen Belastungsfaktoren 
abhängig sind, sondern sehr stark von Sedimenteigenschaften wie dem TOC-Gehalt (>Total 
Organic Carbon<) beeinflusst werden. Insbesondere beim Fehlen intensiver lokaler Quellen 
sind die Sedimentparameter entscheidend für die Anreicherung von Schadstoffen und deren 
Konzentration im Sediment. Um diesen Einfluss auszugleichen, wird auf den TOC-Gehalt 
der Sedimente normiert. Im Folgenden werden die Konzentrationen daher sowohl auf die 
Trockenmasse (TM), als auch auf den TOC-Gehalt bezogen angegeben. 
Die geographische Verteilung des TOC-Gehalts des Sediments in der Deutschen Bucht ist in 
Abbildung 4-30 dargestellt. Die TOC-Gehaltsverteilung lässt sich nach drei Belastungsgrup 
pen klassifizieren, welche über die Konzentrationsintervalle 7,1-26 mg/g (rot), 1,6-7,0 mg/g 
(gelb) und < 0,4-1,5 mg/g (grün) definiert sind (Mittelwerte der Jahre 2008 bis 2011). 
Nachfolgend werden die aus den Schadstoffbeprobungen gewonnenen Ergebnisse doku 
mentiert und mit denen früherer Jahre verglichen um Entwicklungstendenzen aufzuzeigen. 
Ferner liefern Strukturen und Muster in räumlichen Schadstoffverteilungen Flinweise auf Ein 
tragsquellen sowie zu Ausbreitung und Verbleib solcher Stoffe im Meer. Die Unterteilung des 
Kapitels orientiert sich an Schadstoffgruppen, die hinsichtlich Meerwasserbelastung und 
Sedimentkontamination weiter untergliedert bzw. behandelt werden. 
4.3.2 Hexachlorcyclohexan-Isomere 
Hexachlorcyclohexan-Isomere (HCH) wurden über Jahrzehnte in großen Mengen in die Um 
welt eingetragen, sodass auch im Meer eine ubiquitäre Grundbelastung beobachtet wird. 
Aufgrund ihrer relativ polaren Eigenschaften (log K ow Werte: 3,6 bis 3,9) liegen die HCH haupt 
sächlich in der Wasserphase vor und verhalten sich relativ konservativ. Nur ein Anteil von ca. 
10 % des in der Wassersäule vorhandenen HCFI ist an Schwebstoffen gebunden.
	        
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