176 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Mai 1895.
Periode auf das Tagesmittel reducirt. Die Zahlen in Klammern geben die Anzahl
der Beobachtungen in den betreffenden Monaten an.
1894 Januar d= 10° 36,4‘ W (16), 1894 Juli d= 10° 31,8‘ W (15).
Februar 10° 39,6‘ W (15), August 10° 34,4 W (15).
März 10° 45,9 W (16), September 10° 32,7 W (14).
April 10° 39,9 W (15), Oktober 10° 30,7 W (15).
Mai 10° 38,0‘ W (15), November 10° 31,2‘ W (15).
Juni 10° 33,7’ W (14), Dezember 10° 30,4 W_(15).
138945 dj=—10° 35,39‘ W.
Im Vergleich zu dem Werthe 10° 42,58‘ W, der für 1893,5 gilt, hätte in
Wustrow die Deklination um 7,2‘ abgenommen. Im Vorjahre ergab sich eine
Abnahme der westlichen Deklination von 13,8, ein Werth, der jedenfalls zu groß
ist und auf irgend einer Störung in der Nähe der Beobachtungsstelle beruhen mag.
Flensburg. Die von Herrn Navigationslehrer Pheiffer in jedem Monat
des Jahres vorgenommenen Bestimmungen der Deklination ergeben zu den bei
geschriebenen Zeiten die folgenden Werthe:
Januar 10,9" a
Februar 10,5% a
März 10,4 a
April 10,5" a
Mai 10,6 a
Juni 10,71 a
Juli 10,15 a
August 10,0 a
September 9,7*a
Oktober 9,7ha
November 11,3a
Dezember 11,13
Werden die einzelnen Beobachtungen jedesmal auf das Mittel des Tages
reducirt und daraus das Mittel genommen, so ergiebt sich für 1894,5 ein Mittel-
werth der magnetischen Deklination von 12° 11,3‘ W, woraus sich eine jährliche
Abnahme der westlichen Deklination von 6,2‘ ergiebt. Die jährliche Abnahme
war für 1892,93 5,5%.
Das Mittel aus drei Inklinations-Bestimmungen im Juni, Juli und August
ergiebt für 18945 die mittlere Inklination zu 68° 19,8/N, ein Werth, der zu
hoch erscheint, wenn man ihn mit dem Vorjahre vergleicht; allein, wenn man
den Werth für 1892,5 zu Rathe zieht, nämlich 68° 22,5’ N, so ergiebt sich eine
jährliche Abnahme zwischen 1892 und 1894 von 1,3‘, was der Wahrheit näher
kommen dürfte.
Stettin (Zabelsdorf). Herr Kapt. Romberg, Civilmitglied des Küsten-
Bezirksamts (als Hauptagentur der Seewarte) hat im Laufe des Berichtsjahres
17 Deklinations-Bestimmungen und 14 Inklinations-Bestimmungen ausgeführt, aus
welchen sich die folgenden Mittelwerthe ergeben:
18944 die magnetische Deklination 9° 19,0' W,
1894.5 die magnetische Inklination 67° 3,6‘N.
Neufahrwasser. Aus je sechs Beobachtungen des Herrn Lothes, Civil-
mitglied des Küsten-Bezirksamts (als Hauptagentur der Seewarte) ergeben sich
die Mittelwerthe:
Magnetische Deklination 8° 7,6‘ W.
Magnetische Inklination 67° 54,5 N.
Daraus scheint herrorzugehen, dafs die westliche Deklination während des
Berichtsjahres um 3,4‘ abnahm. Der Werth der Inklination ist nicht sicher
genug, um daraus einen Schlufs auf die jährliche Veränderung dieses Elementes
ziehen zu können.
Sonst liegen von der deutschen Küste Bestimmungen der magnetischen
Elemente, über welche hier zu berichten wäre, nicht vor, wenn wir absehen von