Nährstoffe
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Die DIN-Konzentrationen in der Elbefahne erreichen aufgrund der niedrigeren Oberflächenab
flüsse im Sommer 2008 nur 4,2 pmol/L bzw. im Sommer 2010 5,7 pmol/L (2007: 7,0 pmol/L).
Im Sommer 2010 wurde das Probenahmegebiet bis zu dem 63° N Breitengrad nördlich der
Shetlandinseln ausgedehnt. Deutlich ist der Einstrom des Atlantikwassers mit hohen DIN-
Konzentrationen zwischen 61° und 63° N Breitengrad erkennbar. Extrem niedrig liegen die
DIN-Konzentrationen vor der niederländischen und südenglischen Küste im August 2010.
Hier werden selbst in Bodennähe die Nachweiskonzentrationen kaum erreicht.
Phosphat: (Abbildung 4-17)
Auch die Phosphatkonzentrationen erreichen während der Sommermonate in der Oberflä
chenschicht ein Minimum. In Bodennähe liegen höhere Konzentrationen vor, da durch Remi-
neralisierungsprozesse Phosphat freigesetzt und dem bodennahen Meerwasser wieder zuge
führt wird. Zusätzlich werden die Phosphatkonzentrationen durch den atlantischen Einstrom
erhöht. Abbildung 4-17 (August 2010) zeigt nördlich der Shetlandinseln Konzentrationen
bis 1,05 pmol/L, die in der mittleren Nordsee bis auf 0,72 pmol/L zurück gehen. In den
küstennahen Gewässern liegen Werte zwischen 0,07 und 0,27 pmol/L vor. Der Elbeaus-
strom zeichnet sich in den Jahren 2008 und 2010 nicht so deutlich wie im Sommer 2007 ab
(2007: 0,83 pmol/L; 2008: 0,35 pmol/L; 2010: 0,43 pmol/L).
Silikat: (Abbildung 4-18)
Auch für die Silikatkonzentrationen gilt, dass durch das Kieselalgenwachstum im Frühjahr
die Nährstoffe aus dem Oberflächenwasser weitestgehend aufgezehrt sind. Im Vergleich zum
Sommer 2007 liegen die Konzentrationen im Sommer 2008 im Bodenwasser bis zu 1,5 pmol/L
unter den Werten des Vorjahres. Die höchsten Werte werden im Bereich der norwegischen
Rinne mit 6,1 bis 10,5 pmol/L erreicht.
Abbildung 4-18: Silikatkonzentration (gmol/L) im Bodenwasser der Nordsee im Sommer 2008 und 2010.
Figure 4-18: Silicate concentration (gmol/L) in near-bottom water of the North Sea in summer 2008 and
2010.