Nährstoffe
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Abbildung 4-15: Redfield-Verhältnis (gmol/gmol) im Bodenwasser der Deutschen Bucht im Februar
2008 bis Januar 2011.
Figure 4-15: Redfield ratio (gmol/gmol) in the bottom water of the German Bight in February 2008 to
January 2011.
4.2.3.2 Nährstoff - Verteilungsmuster Sommer 2008 bis Sommer 2011 (NS)
Wie schon in den Vorjahren wurden auch im Sommer 2008 bis 2011 flächendeckende Ge
samtaufnahmen in der Nordsee durchgeführt und umfangreiche Datensätze gewonnen.
Während anorganische Nährsalze nur in den Jahren 2008 und 2010 aufgenommen wurden,
wurden Chlorophyll und gelöster Sauerstoff jährlich analysiert. Nachfolgend werden geogra
phische Verteilungen dargestellt und im Vergleich zu den Vorjahren diskutiert.
Südlich von 57° N weist die Nordsee im Sommer 2008 kühlere Temperaturen und niedrigere
Salzgehalte als im Vorjahr auf, während das Wasser vor der norwegischen Küste deutlich
wärmer ist. Am Boden dringt das Atlantische Wasser mit S>35 über die gesamte Breite der
Nordsee bis auf etwa 57° N vor.
Das in den Jahren 2006 und 2007 massive Eindringen von atlantischem Wasser wird im Som
mer 2010 nicht beobachtet. Auch hat sich aufgrund des langen und kalten Winters die warme
Deckschicht der südlichen und zentralen Nordsee weniger als in den Vorjahren ausgebildet
(ausführlicher, siehe Kapitel - Ozeanographie).
DIN: (Abbildung 4-16)
In den Sommermonaten sind die Nährstoffe in der Oberflächenschicht weitestgehend durch
Algenwachstum verbraucht. Im Bodenwasser liegen die DIN-Gehalte an der Südostküste
Großbritanniens noch bei 0,7 pmol/L; östlich der Shetlandinseln werden mit 13,1 pmol/L
die höchsten Werte erreicht, hier macht sich der atlantische Einstrom deutlich bemerkbar.