accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: 54: Nordseezustand 2008-2011

Nährstoffe 
161 
Tafel 4-1: Nährstoff-Glossar - Fortsetzung 
Im Wasser gelöster Sauerstoff ist die Voraussetzung für alles höhere Leben im Meer. 1 Liter Wasser enthält dabei nur ca. 1/20 der 
Sauerstoffmenge, die im gleichen Volumen Luft enthalten ist. Das Oberflächenwasser steht in direktem Kontakt zur Atmosphäre 
und ist i. d. R. gut mit Sauerstoff versorgt. Während des Algenwachstums (Photosynthese) kann hier sogar Sauerstoffübersätti 
gung eintreten. Remineralisierungsprozesse zehren hingegen den Sauerstoffvorrat im Bodenwasser auf. Sauerstoffmangel ist hier 
insbesondere im Sommer möglich, wenn vertikale Austauschprozesse durch Schichtung des Meerwassers unterbunden sind. 
Eutrophierung bedeutet eine Anreicherung des Gewässers mit Nährstoffen, die zu einem erhöhten Pflanzenwachstum führt, 
welches wiederum eine unerwünschte Störung des Gleichgewichtes zwischen den Organismen und eine Beeinträchtigung 
der Wasserqualität zur Folge hat. Eutrophierung bezieht sich daher auf unerwünschte Effekte, die auf eine anthropogene 
Anreicherung mit Nährstoffen zurückzuführen sind (Abgestimmte Definition der OSPAR Commission, vgl. www.ospar.org.) 
4.2.2 Nährstoff-Flusseinträge in die Deutsche Bucht 
Einen wesentlichen Beitrag zum Nährstoffeintrag in die innere Deutsche Bucht und das schles 
wig-holsteinische Wattenmeer leisten die Flüsse Elbe und Weser. Die Trends der Elbe-Gesamt 
frachten von Gesamt-Stickstoff, Gesamt-Phosphor und Silikat im Zeitraum 1978 bis 2009 sind 
in Abbildung 4-7 und 4-8 dargestellt (H.-J. LEHNHARTundJ. PÄTSCH 2001, ergänzt bis 2009). 
Hierbei zeigen die Nährstofffrachten eine große interannuelle Variabilität, die vor allem beim 
Stickstoff mit dem Frischwasserabfluss korreliert. Während bei den Phosphor- und Stickstoff 
frachten seit den 1980er-Jahren eine deutliche Abnahme erkennbar ist, erreichen die Silizium 
frachten in der Elbe sehr unterschiedliche Konzentrationen. Ein Trend ist hier nicht erkennbar. 
Als Folge des Verbots von phosphathaltigen Waschmitteln und der Einführung der Phosphat 
fällung in Klärwerken nahm Phosphor vor allem während der 1980er- und 1990er-Jahre stark 
ab, während in den letzten Jahren nur noch ein geringer Rückgang zu verzeichnen ist. Auch 
der Eintrag von Stickstoff über die Flüsse hat in den letzten 20 Jahren deutlich abgenommen, 
befindet sich aber in den letzten fünf Jahren auf einem fast gleichbleibenden Niveau. 
1975 1980 1985 1990 1995 2000 2005 2010 2015 
1975 1980 1985 1990 1995 2000 2005 2010 2015 
Abbildung 4-7: Stickstoff- und Phosphor-Gesamtfracht der Elbe. Die Daten basieren auf Messungen 
von FGG Elbe. 
Figure 4-7: Total nitrogen and phosphorus loads of Elbe. The data are based on measurements of FGG 
Elbe.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.