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Full text: 54: Nordseezustand 2008-2011

Nährstoffe 
159 
DB 2008-2011 
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NSB3 
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STG16 
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SYLT2 
TWEMS 
UFSDB 
URST2 
URSÍ4 
URST6 
Station 
Abbildung 4-5: Konzentrationen des Schwebstoffgehalts an Montoringstationen in der Deutschen 
Bucht. 
Figure 4-5: Particulate matter concentrations at monitoring stations in the German Bight. 
4.2 Nährstoffe 
Sieglinde Weigelt-Krenz 
4.2.1 Einführung 
Die Eutrophierung 1 ist nach wie vor eines der größten ökologischen Probleme der deutschen 
Nordseegebiete (OSPAR 2010). Der größte Bereich der Deutschen Bucht wurde im Rah 
men des allgemeinen Verfahrens zur Eutrophierungsbewertung (Comprehensive Procedure, 
OSPAR 2005) für den Zeitraum 2001-2005 als „Problem Area“ bewertet. Nur der „Enten 
schnabel“ (der äußere Deutsche Bucht Bereich) konnte als „Potential Problem Area“ einge 
stuft werden (Abbildung 4-6). 
Eutrophierung bedeutet die durch menschliche Aktivitäten verursachte Anreicherung des 
Wassers mit Nährstoffen. Dies kann zu beschleunigtem Aigen-Wachstum führen und dadurch 
unerwünschte Störungen der im Gewässer vorhandenen Lebensgemeinschaften hervorrufen 
und somit auch eine Veränderung der Gewässerqualität verursachen. In den letzten 50 Jahren 
stiegen die Nährstofffrachten der in die Nordsee mündenden Flüsse erheblich an. Deutliche 
Anzeichen von Eutrophierung, wie erhöhte Chlorophyllgehalte, Artenverschiebungen (auch 
toxische Algen), Sauerstoffmangel und Veränderung der Sichttiefe sind die Folge. 
Zu den Nährstoffen zählen, neben in hohen Konzentrationen vorhandenem Kohlenstoff (C0 2 
und FICO3'), sowohl organische als auch anorganische Phosphor- und Stickstoffverbindungen. 
Die in löslicher Form vorliegenden Phosphat-, Ammonium-, Nitrit- und Nitrat-Verbindungen 
werden auch als anorganische Nährsalze bezeichnet. Zu den organischen Nährstoffen zählen 
u. a. Flarnstoff und Aminosäuren, sowie organische Phosphorverbindungen. Bei der analy 
tischen Bestimmung von Gesamt-Phosphor und Gesamt-Stickstoff werden, sowohl die an 
organischen Nährsalze, als auch die organischen und partikulären Nährstoffkomponenten als 
Summenparameter erfasst. 
1 Von griechisch >eu< (gut) und >trophein< (ernähren, wachsen)
	        
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