accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: 54: Nordseezustand 2008-2011

Zusammenfassungen 
15 
und Nickel auf Basis der WRRL-Umweltqualitätsstandards AA-EQS. Die Kup 
fer- und Zinkkonzentrationen wurden auf Basis der Wasserqualitätsstandards 
(WQS) der US-EPA bewertet, da keine entsprechenden WRRL-QS vorliegen. 
Hintergrundwerte erreichten die Metallgehalte (gelöst) der Elemente Cadmium, 
Quecksilber, Nickel, Blei und Zink im offenen Meer (Salzgehalte > 34). Auch in 
direkter Nähe zur Küste, in Wasserkörpern mit Salzgehalten > 28, wurden in 
keinem Fall die Effektgrenzwerte erreicht. Allerdings ist die Bestimmung und 
Evaluation geeigneter Effektgrenzwerte für marine Ökosysteme nach wie vor 
Gegenstand der Forschung und Gegenstand der wissenschaftlichen Diskus 
sion. 
Zwischen 2006 und 2011 zeigte die Bleizeitreihe im küstenfernen Wasser einen 
leicht aber signifikant abnehmenden Trend, bei bereits sehr niedrigen Konzen 
trationen um den Hintergrundwert. 
Die räumlichen Konzentrationsverteilungen der Elemente Quecksilber, Cad 
mium, Blei, Kupfer und Zink zeigen im Oberflächenwasser der Deutschen 
Bucht ähnliche Muster. Die Gehalte nehmen von der Küste zur offenen See hin 
deutlich ab. Belastungsschwerpunkte sind die innere Deutsche Bucht und das 
Elbeästuar, aber auch in den Mündungsgebieten von Weser und Ems wurden 
erhöhte Konzentrationen nachgewiesen. 
Cadmium, Zink und Nickel zeigen ausgeprägte Jahresgänge mit erhöhten 
Gehalten im Frühjahr und Minima im Spätsommer bis Herbst. Dagegen zeigt 
das gelöst vorliegende Mangan ein deutliches Maximum im Sommer, was auf 
Sauerstoffmangelsituationen in der Wassersäule hinweist. 
Nach heutigem Kenntnisstand geht von den gemessenen Metallbelastungen 
des Meerwassers keine Gefahr für das marine Ökosystem aus. 
Sediment: Entlang der nordfriesischen Küste erreicht die Metallbelastung der 
Feinkornfraktion (< 20pm) im Oberflächensediment Gehalte, die negative bio 
logische Effekte verursachen können. Von den sechs untersuchten Elementen 
(Cd, Cu, Hg, Ni, Pb und Zn) überschreiten Quecksilber, Zink und Blei entlang der 
nordfriesischen Küste den Effektgrenzwert. Zink und Blei zeigen in der gesam 
ten deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone erhöhte Werte, Quecksilber 
nur entlang der nordfriesischen Küste bis zur Elbemündung. Eine insgesamt 
niedrige Belastung wird im Gebiet der Weißen Bank festgestellt, hier erreichen 
die Elemente Cadmium und Kupfer in der Feinkornfraktion des Oberflächense 
diments ihre Hintergrundwerte. 
Signifikante zeitliche Trends, die im Zeitraum zwischen 2001 bis 2011 auf den 
Trendstationen ermittelt wurden, waren alle abnehmend ((Weiße Bank (Hg), 
Ems (Cu), Deutsche Bucht (Hg)). Quecksilber zeigte seit 2001 in nahezu der 
gesamten Deutschen Bucht signifikant abnehmende Trends (Ausnahme Ems). 
Die Umlagerung von Sedimenten aus dem Hamburger Hafen zur Tonne E3 
führte im Zeitraum zwischen 2005 und 2010 zu einer regional begrenzten Zu 
nahme der Metallgehalte in der Feinkornfraktion des Oberflächensediments. 
Vor allem handelt es sich hierbei um die Elemente Cadmium, Kupfer, Queck 
silber und Zink. Im Jahr 2011 wurden auch hier keine über den ortsüblichen 
Rahmen erhöhten Metallgehalte mehr gemessen.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.