Zusammenfassungen
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und Nickel auf Basis der WRRL-Umweltqualitätsstandards AA-EQS. Die Kup
fer- und Zinkkonzentrationen wurden auf Basis der Wasserqualitätsstandards
(WQS) der US-EPA bewertet, da keine entsprechenden WRRL-QS vorliegen.
Hintergrundwerte erreichten die Metallgehalte (gelöst) der Elemente Cadmium,
Quecksilber, Nickel, Blei und Zink im offenen Meer (Salzgehalte > 34). Auch in
direkter Nähe zur Küste, in Wasserkörpern mit Salzgehalten > 28, wurden in
keinem Fall die Effektgrenzwerte erreicht. Allerdings ist die Bestimmung und
Evaluation geeigneter Effektgrenzwerte für marine Ökosysteme nach wie vor
Gegenstand der Forschung und Gegenstand der wissenschaftlichen Diskus
sion.
Zwischen 2006 und 2011 zeigte die Bleizeitreihe im küstenfernen Wasser einen
leicht aber signifikant abnehmenden Trend, bei bereits sehr niedrigen Konzen
trationen um den Hintergrundwert.
Die räumlichen Konzentrationsverteilungen der Elemente Quecksilber, Cad
mium, Blei, Kupfer und Zink zeigen im Oberflächenwasser der Deutschen
Bucht ähnliche Muster. Die Gehalte nehmen von der Küste zur offenen See hin
deutlich ab. Belastungsschwerpunkte sind die innere Deutsche Bucht und das
Elbeästuar, aber auch in den Mündungsgebieten von Weser und Ems wurden
erhöhte Konzentrationen nachgewiesen.
Cadmium, Zink und Nickel zeigen ausgeprägte Jahresgänge mit erhöhten
Gehalten im Frühjahr und Minima im Spätsommer bis Herbst. Dagegen zeigt
das gelöst vorliegende Mangan ein deutliches Maximum im Sommer, was auf
Sauerstoffmangelsituationen in der Wassersäule hinweist.
Nach heutigem Kenntnisstand geht von den gemessenen Metallbelastungen
des Meerwassers keine Gefahr für das marine Ökosystem aus.
Sediment: Entlang der nordfriesischen Küste erreicht die Metallbelastung der
Feinkornfraktion (< 20pm) im Oberflächensediment Gehalte, die negative bio
logische Effekte verursachen können. Von den sechs untersuchten Elementen
(Cd, Cu, Hg, Ni, Pb und Zn) überschreiten Quecksilber, Zink und Blei entlang der
nordfriesischen Küste den Effektgrenzwert. Zink und Blei zeigen in der gesam
ten deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone erhöhte Werte, Quecksilber
nur entlang der nordfriesischen Küste bis zur Elbemündung. Eine insgesamt
niedrige Belastung wird im Gebiet der Weißen Bank festgestellt, hier erreichen
die Elemente Cadmium und Kupfer in der Feinkornfraktion des Oberflächense
diments ihre Hintergrundwerte.
Signifikante zeitliche Trends, die im Zeitraum zwischen 2001 bis 2011 auf den
Trendstationen ermittelt wurden, waren alle abnehmend ((Weiße Bank (Hg),
Ems (Cu), Deutsche Bucht (Hg)). Quecksilber zeigte seit 2001 in nahezu der
gesamten Deutschen Bucht signifikant abnehmende Trends (Ausnahme Ems).
Die Umlagerung von Sedimenten aus dem Hamburger Hafen zur Tonne E3
führte im Zeitraum zwischen 2005 und 2010 zu einer regional begrenzten Zu
nahme der Metallgehalte in der Feinkornfraktion des Oberflächensediments.
Vor allem handelt es sich hierbei um die Elemente Cadmium, Kupfer, Queck
silber und Zink. Im Jahr 2011 wurden auch hier keine über den ortsüblichen
Rahmen erhöhten Metallgehalte mehr gemessen.