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Zusammenfassungen
Die Gehalte der lipophilen CKW und PAK im Meerwasser lagen im Untersu
chungszeitraum im Wertebereich der vorangegangenen Jahre. Ein zeitlicher
Trend war auch mittelfristig (2000 bis 2011) nicht erkennbar, weil zum einen
die Konzentrationsschwankungen im Meerwasser relativ groß sind zum an
deren keine großen absoluten Änderungen beobachtet wurden. Diese werden
momentan auch nicht erwartet, da die Stoffe seit langem geregelt sind (DDT
und PCB) oder ubiquitär in der Umwelt Vorkommen (PAK).
Die Konzentrationen der Hexachlorcyclohexan-Isomere a- und -y-HCH waren
hingegen im Zeitraum 1989-2007 exponentiell zurückgegangen. Die Gehalte an
a-HCH halbierten sich in der Deutschen Bucht alle 4 Jahre. Die -y-HCH-Gehalte
hingegen gingen zunächst bis etwa 1998 ortsabhängig um nur 5-35 % zurück,
während sie sich im anschließenden Zeitabschnitt im Überwachungsgebiet alle
2 Jahre halbierten. Sowohl für a- als auch -y-HCH liegen die Konzentrationen
inzwischen unter 0,1 ng/L. Im von der Elbfahne beeinflussten Seegebiet vor
der nordfriesischen Küste war der langfristige Abwärtstrend von a-HCH bereits
um die Jahrtausendwende in eine Seitwärtsbewegung übergegangen. Eine
solche war seit 2007 und in dem Untersuchungszeitraum 2008 bis 2011 nun
auch für das -y-HCH zu beobachten. Somit waren in der Elbfahne keine weiter
abnehmenden Trends mehr für die HCH-Isomere festzustellen. Außerhalb der
Küstengewässer waren für das -y-HCH z. T. noch leicht rückläufige Tendenzen
zu beobachten, allerdings waren diese nur noch sehr gering.
Die Konzentrationen der polaren Pestizide unterlagen auch in den Jahren 2008
bis 2011 recht starken jahreszeitlichen Schwankungen. Diese werden durch
unterschiedliche Anwendungszeiten der verschiedenen Herbizide verursacht.
Obwohl regelmäßige Analysen erst seit dem Jahr 2000 durchgeführt werden,
war es möglich, erstmalig für einige Stoffe abnehmende Zeittrends nachzu
weisen. Dies betraf sowohl geregelte Herbizide (Atrazin, Verbot seit Mitte der
1990er Jahre) als auch noch zugelassene Stoffe. Auch bei den seit 2002 be
schränkten perfluorierten Tensiden wurden rückläufige Trends im Küstenbe
reich beobachtet. In der offenen See wurden hingegen kaum rückläufige Trend
festgestellt.
Sediment: Obwohl lipophile Schadstoffe im Sediment stark angereichert wer
den und in ca. 10 4 - bis 10 6 -fach höheren Konzentrationen als im Meerwasser
vorliegen, ließen sich Quellenkorrelationen in der Deutschen Bucht kaum fest
stellen. Vielmehr werden die räumlichen Verteilungen hauptsächlich durch die
Sedimenteigenschaften (Korngrößenverteilung, TOC-Gehalte) bestimmt. Die
Konzentrationen aller untersuchten Verbindungen unterlagen im Sediment ho
hen kleinskaligen räumlichen und zeitlichen Schwankungen. Aufgrund dieser
hohen Variabilitäten, die sich auch bei Normalisierung der Konzentrationen auf
organischen Kohlenstoff (TOC) nicht hinreichend reduzieren ließen, konnten
keine robusten zeitlichen Trends festgestellt werden.
Metalle (Seite 232ff.)
Wasser: Im Wasser der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ)
wurden in den Jahren von 2008 bis 2011 keine Metallgehalte (Cd, Cu, Hg, Ni,
Pb und Zn) gemessen, die negative Auswirkungen auf die belebte Natur wahr
scheinlich machen würden. Grundlage dieser Einschätzung ist die Bewertung
der gelöst vorliegenden Elementkonzentration von Cadmium, Blei, Quecksilber