accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: 54: Nordseezustand 2008-2011

Salzgehalt 
135 
Im Sommer lag die 35er-lsohaline noch bei etwa 56° N, war aber an der Oberfläche deut 
lich schmaler als im Winter. Hier reichte sie im Vergleich zu 2008 etwa 2° weiter nach Süden 
und 4° weiter nach Osten. Auch im Einstrombereich des Englischen Kanals, dessen Ein 
fluss in 2009 generell stärker war als in den vorangehenden Jahren, konnten kleine Linsen 
mit AW in der Oberflächen- und Bodenschicht nachgewiesen werden. Das küstenparallele 
Band des KW entlang der norwegischen Küste war schmaler als im Vorjahr. Der Gesamt- 
Salzinhalt nahm geringfügig auf 1.139 x 10 12 1 ab und lag 0.3 Standardabweichungen über 
dem Mittelwert der Referenzperiode. Die Salzgehaltsschnitte zeigen auf 56° N zwischen 3° 
und 5.5° E einen Block von warmem salzhaltigen Wasser über kaltem salzarmen Wasser. Der 
57° N-Schnitt zeigt vertikale Einschübe von salzreichem Wasser zwischen der Oberflächen- 
und Bodenschicht, die vermutlich durch starken Winde aus häufig wechselnden Richtungen 
verursacht wurden. 
2010 (Abbildung 3-39 und 3-40): Die winterliche Salzgehaltsverteilung entsprach weitgehend 
dem Vorjahr, aber mit geringeren Salzgehalten vor der norwegischen Südküste. Dieses Mini 
mum wurde auch noch im Sommer beobachtet. 
Auch die sommerliche Salzgehaltsverteilung in der Oberflächen- und Bodenschicht hat sich 
gegenüber dem Vorjahr wenig geändert. Der Bodensalzgehalt südlich von 56° N ist generell 
etwas höher als im Vorjahr und insgesamt räumlich homogener, es wurde im Bereich des öst 
lichen Kanalausgangs aber kein AW beobachtet. Die Salzgehaltsschnitte in Abbildung 3-40 
zeigen einen sehr homogenen Einschub salzreichen Wassers vom Atlantik in die nordwest 
liche Nordsee. Auch in der südlichen Nordsee ist die Salzgehaltsverteilung homogener als 
im Vorjahr. Der Gesamt-Salzinhalt der Nordsee entsprach mit 1,140x10 12 1 fast dem des Vor 
jahres und lag 0.3 Standardabweichungen über dem Mittelwert der Referenzperiode. 
2011 (Abbildung 3-41 und 3-42): Für den Winter 2011/2011 liegen bisher keine Daten für den 
Bereich über der Norwegischen Rinne vor, die Verteilung in der nördlichen Nordsee entspricht 
aber weitgehend den beiden Vorjahren. In der südlichen Nordsee hingegen nahm der Salzge 
halt gegenüber den Vorjahren deutlich ab. 
Im Sommer lag die 35er-lsohaline deutlich nördlicher als im Winter und den Vorsommern. In 
der Oberflächenschicht war das Gebiet S>35 deutlich kleiner, während der Streifen des KW 
parallel zur norwegischen Küste deutlich breiter war und sich auf 60° N bis zum 1 ° E-Meridian 
erstreckte. Die Vertikalschnitte zeigen, dass das salzärmere Wasser ein deutlich größeres 
Volumen im Vergleich zu den Vorjahren einnahm, was zu lokalen Anomalien von bis zu -2 
relativ zur Referenzperiode führte. Südlich von 56° N lag die 34er-lsohaline an der Oberfläche 
auf einer Position, die dem langfristigen Mittel entspricht. In der Bodenschicht entsprach die 
Verteilung in der südlichen Nordsee der des Vorjahres, nur der Bereich des KW vor der jüt- 
ländischen Küste war geringfügig schmaler. Auf dem 58° N-Schnitt kam es über der Norwe 
gischen Rinne bei Tiefen unter 30 m lokal zu erhöhten Salzgehalten, da der frischere Baltische 
Ausstrom hier in der Regel größere Tiefen von bis zu 60 m erreicht. Der Gesamt-Salzinhalt 
ist mit 1.114 x 10 12 1 der niedrigste seit 2001 und lag 1.1 Standardabweichungen unter dem 
Mittelwert der Referenzperiode. Dies ist primär der westliche Ausdehnung des Baltischen 
Ausstroms und den geringeren Salzgehalten in der südlichen Nordsee geschuldet.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.