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Volltext : 54: Nordseezustand 2008-2011

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Meeresphysik

Abbildung  3-25:  Dekadisches  Mittel  der  thermischen  Sprungschichttiefe  2000-2010,  aber  ohne  2002
(links)  und  Standardabweichung  (rechts)  aus  den  Daten  der  BSH  Nordsee  Sommeraufnahmen.
Figure  3-25:  Decadal  mean  of  thermocline  depth  (left)  and  standard  deviation  right)  basing  on  the  BSH
North  Sea  Summer  Surveys  2000-2010  but  without  2002.

Die  Abbildungen  3-27  bis  3-30  mit  den  Temperaturschichtungen  entlang  der  zonalen  Schnitte
der  Sommeraufnahmen  2008-2011  belegen  die  große  zwischenjährliche  Variabilität  der  thermischen ­
  Schichtung.  Generell  nehmen  die  Temperaturen  der  Nordsee  von  offenen  nördlichen
Rand  in  Richtung  der  Deutschen  Bucht  zu,  wobei  die  Isothermen  in  etwa  in  SW  -  NE  Richtung
verlaufen.  2008  hingegen  verliefen  die  Isothermen  in  der  warmen  Deckschicht  in  NNW  -  SSE
Richtung  mit  einer  deutlichen  Erwärmung  an  der  norwegischen  und  jütländischen  Küste.  Die
SST-Monatsanomalien  betrugen  +0.6  und  +1.2  K  für  Juli,  bzw.  August.  In  der  Bodenschicht
hingegen  zeigte  sich  das  klassische  SW  -  NE  Muster,  d.  h.,  die  horizontale  Verteilung  und
die  Temperaturwerte  entsprachen  weitgehend  dem  Vorjahr.  Die  Vertikalschnitte  zeigen  in  der
nordöstlichen  Nordsee  einen  starken  vertikalen  Gradienten  der  deutlich  nach  Westen  hin  abnimmt, ­
  so  dass  dort  teilweise  gar  keine  Thermokline  ausgebildet  wird.  Alle  Schnitte  wiesen
an  der  Oberfläche  ein  horizontaler  Gradient  mit  von  E  nach  W  abnehmenden  Temperaturen
auf.  Der  54°  N-Schnitt  ist  infolge  der  Gezeitenreibung  und  starker  Winde  weitgehend  vertikal ­
  durchmischt,  ebenso  wie  das  östliche  Ende  und  der  Bereich  der  Doggerbank  auf  dem
55°  N-Schnitt.  Der  südlichste  Schnitt  auf  54°  N  beruht  nur  auf  vertikalen  CTD-Profilen,  da  das
geschleppte  Messsystem  technische  Probleme  hatte.  Der  Gesamt-Wärmeinhalt  der  Nordsee
betrug  1.583  x  10 21  J.
Im  Gegensatz  zum  Vorsommer  wies  die  SST  2009  wieder  den  klassischen  Gradienten  mit
einem  SW  -  NE  Verlauf  der  Isothermen  auf.  Die  Verteilung  der  Bodentemperatur  entsprach
weitgehend  dem  Vorjahr,  die  vertikal  durchmischten  Gebiete  vor  der  südlichen  und  der
            
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