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Volltext : 54: Nordseezustand 2008-2011

Zusammenfassungen

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allen  Jahren  beobachtete  Depression  der  Thermokline  über  der  Norwegischen
Rinne  bei  etwa  7°  E  und  58°  N  erreichte  2009  ein  Maximum  von  80  m.  Der  Gesamt-Wärmeinhalt ­
  lag  1.4  Standardabweichungen  über  dem  10-Jahresmittel.
Der  vertikal  durchmischte  Streifen  wärmeren  Wassers  parallel  zur  kontinentalen ­
  Küste  war  2010  etwa  1  К  kühler  als  im  Vorjahr.  In  den  geschichteten
Bereichen  stieg  die  Temperaturdifferenz  zwischen  der  warmen  Deckschicht
und  dem  Bodenwasser  um  etwa  2  К  gegenüber  2009  an.  Die  Mächtigkeit  der
Deckschicht  war  mit  20-30  m  deutlich  geringer  als  im  Vorjahr  und  auch  die
maximalen  Gradienten  in  der  Thermokline  waren  mit  1.5  K/m  deutlich  geringer. ­
  Eine  scharf  ausgebildete  Thermokline  fand  sich  nur  auf  den  55  °N-  und
56°  N-Schnitten  östlich  der  Doggerbank.  Durch  die  geringere  Mächtigkeit  der
Deckschicht  konnte  das  kühlere  Bodenwasser  ein  größeres  Volumen  besetzen,
so  dass  der  Gesamt-Wärmeinhalt  der  Nordsee  wieder  abnahm  und  dicht  am
10-Jahresmittel  lag.
2011  hat  sich  der  vertikal  durchmischte  Streifen  wärmeren  Wassers  parallel
zur  kontinentalen  Küste  weiter  abgekühlt  (ca.  1  K)  und  in  den  geschichteten
Bereichen  hat  sich  die  Differenz  zwischen  der  warmen  Deckschicht  und  dem
Bodenwasser  gegenüber  2010  von  10  auf  8  К  verringert.  Die  maximale  Deckschichttiefe ­
  betrug  40  m,  die  Gradienten  in  der  Thermokline  lagen  zwischen  0.5
und  2.5  K/m.  Im  Vergleich  zu  2010  stieg  der  Gesamt-Wärmeinhalt  der  Nordsee
leicht  an  und  lag  0.4  Standardabweichungen  über  dem  10-Jahresmittel.
Die  Tiefenverteilung  der  Temperatur  in  der  Deutschen  Bucht  wurde  anhand
der  Daten  der  MARNET-Station  „Deutsche  Bucht“  dokumentiert.  Zu  den
dominanten  Signalen  im  Beichtszeitraum  gehört  die  positive  Anomalie  des
Winterminimums  2007/2008  mit  einer  Abweichung  von  etwa  2  К  infolge  des
Wärmeüberschusses  aus  den  vorangegangenen  Sommer-  und  Herbstmonaten. ­
  Im  Winter  2008/2009  nährten  sich  die  Winterminima  wieder  den  klimatologischen
  Werten  an.  Die  Sommermaxima  der  Tagesmittelwerte  liegen  bis  zu
3  К  über  der  Klimatologie.  Besonders  ausgeprägt  war  die  Schichtung  im  Jahre
2010.  Die  Unterschiede  von  Oberflächen-  und  Bodentemperatur  betrugen  bis
zu  8  K,  wobei  das  saisonale  Maximum  in  der  Oberflächenschicht  etwa  6  Wochen ­
  vor  dem  der  Bodenschicht  erreicht  wurde.  Ursache  für  die  ausgeprägte
Schichtung  sind  ungewöhnlich  hohe  Wärmeeinträge  aus  der  Atmosphäre  im
April  und  Sommer  2010.  2011  lagen  die  Strahlungseinträge  im  Sommer  deutlich ­
  unter  dem  langjährigen  Mittel.  Dies  führte  was  zu  einem  geringeren  Sommermaximum ­
  und  einer  nur  schwach  ausgeprägten  Schichtung.

Salzgehalt  (Seite  134ff.)
Im  Sommer  2008  wurde  nach  2004  der  zweithöchste  Gesamt-Salzinhalt  seit
1999  beobachtet.  Im  Winter  2008  drang  das  Atlantische  Wasser  (AW,  S  >  35)
in  der  Boden-  und  Oberflächenschicht  bis  56°  N  nach  Süden  vor,  im  Sommer
erstreckte  sich  die  35er-lsohaline  am  Boden  etwa  parallel  zum  57.  Breitengrad
und  AW  drang  am  Boden  auf  breiter  Front  bis  58°  N  vor  nahm  ein  deutlich  größeres ­
  Volumen  ein  als  im  Vorjahr.  An  der  Oberfläche  deckte  der  Bereich  mit  AW
nur  das  Gebiet  nördlich  von  57°  N  und  westlich  des  Nullmeridians  ab.
Im  Winter  2009  drang  das  AW  in  der  gesamten  Wassersäule  bis  55°  N  nach  Süden ­
  vor,  gleichzeitig  lag  auch  im  Einstrombereich  des  Englischen  Kanals  eine
            
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