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Full text: 54: Nordseezustand 2008-2011

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Meeresphysik 
2008: 
Im Winter 2008 fand im Vergleich zum 10-Jahres-Mittel (2000-2009) eine starke Umvertei 
lung vom antizyklonalen und direktionalen Muster zum zyklonalen Muster statt, während im 
Frühjahr die Häufigkeit des antizyklonalen und direktionalen Musters deutlich zunahm und der 
zyklonale Typ signifikant gegenüber dem 10-Jahres-Mittel abnahm. Die Sommerverteilung 
zeigte einen extremen Wechsel bzgl. des zyklonalen und antizyklonalen Typs, die jetzt ein 
relatives Maximum, bzw. Minimum in der Verteilung zeigten. Beide Zirkulationstypen wechsel 
ten ihre relativen Häufigkeiten wiederum im Herbst. Der variable Typ zeigte ganzjährig keine 
signifikanten Abweichungen vom 10-Jahres-Mittel und auch die Jahresverteilung liegt dicht 
an der Klimatologie. 
2009: 
Der Winter 2009 zeichnet sich durch einen Rückgang des zyklonalen Musters gegenüber dem 
10-J ah res-Mittel und insbesondere gegenüber dem Vorjahr aus. Im Frühjahr fand eine leichte 
Umverteilung vom zyklonalen und variablen zum antizyklonalen und direktionalen Muster 
statt, im Sommer vom direktionalen zum zyklonalen Typ, während die Häufigkeiten des vari 
ablen und antizyklonalen Musters dicht am 10-Jahres-Mittel lagen. Im Herbst dominiert das 
zyklonale Muster verbunden mit einem deutlichen Rückgang des variablen Typs. Die Jahres 
verteilung liegt - wie schon im Vorjahr - dicht an der 10-Jahres-Verteilung. 
2010: 
2010 war ein Jahr der Extreme in dem sechs Rekorde in der saisonalen und zwei Rekorde 
in der ganzjährigen Verteilung aufgestellt wurden. Im Vergleich zum 10-Jahres-Mittel zeigte 
das zyklonale Muster mit Ausnahme des Sommers ganzjährig eine extrem geringe Häufigkeit. 
Dieses Defizit wurde durch extreme Häufungen des variablen (Winter), antizyklonalen und 
variablen (Frühjahr) sowie antizyklonalen und direktionalen (Herbst) Zirkulationsmuster kom 
pensiert. 
2011: 
Im Vergleich zum 10-Jahres-Mittel (2000-2009) zeigte das variable Muster in 2011 eine große 
Häufigkeit, während das antizyklonale Muster und insbesondere das direktionale Muster eine 
deutlich verringerte Häufigkeit aufwiesen. Diese Verteilung beruht auf der ungewöhnlichen 
Häufigkeit des variablen Musters während des Winters und Sommers. Dieser Überschuss 
wurde in beiden Jahreszeiten durch geringere Häufigkeiten des antizyklonalen und direktio 
nalen Musters ausgeglichen.
	        
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