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Full text: 55: 20 Jahre Monitoring organischer Schadstoffe in Sedimenten der Deutschen Bucht

Cluster-Analyse 
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A2 Cluster-Analyse 
Um zu überprüfen, ob bei den teilweisen Beschränkungen auf wenige Leitsub 
stanzen Informationen verloren gegangen sind, wurde der gesamte Datensatz 
mittels hierarchischer Clusteranalyse untersucht. Die Analyse erfolgt auf rein 
mathematischer Basis, für die dabei gefundenen Gruppierungen werden 
anschließend plausible Erklärungen (örtlicher oder zeitlicher Art) gesucht. 
Ziele der Analysen waren: 
• Ermittlung räumlicher Belastungsschwerpunkte und der Identifizierung von 
Gebieten mit ähnlichen Schadstoffkonzentrationen und -mustern; 
• Vergleich der Stationen der Deutschen Bucht mit benachbarten Seegebieten; 
• Untersuchung auf Auffälligkeiten In den Schadstoff-Mustern bez. der Probe 
nahmestandorte. 
Für die Identifizierung von Ähnlichkeiten und Unterschieden der Probenahme 
stationen untereinander bzw. zwischen und Innerhalb der verschiedenen 
Beprobungsgebiete bietet das Verfahren der hierarchischen Clusteranalyse ein 
geeignetes Mittel zur Strukturierung des Datensatzes. Mit dieser Methode wer 
den „Entfernungen“ zwischen Variablen eines Datensatzes berechnet und mit 
einander verglichen. Geringe Entfernungen zwischen den Variablen Indizieren 
Ähnlichkeiten, während große Abstände Unterschiede in den gefundenen 
Mustern aufzeigen. Dies ermöglicht es, Gruppierungen mit ähnlichen Eigen 
schaften Innerhalb eines Datensatzes in Form von Clustern zu erstellen, welche 
sich mit Hilfe des Dendrogramms graphisch darstellen lassen. Die Berechnung 
der Cluster erfolgt mit der Software OrlglnPro 9G. 
Clusterstufe 1: 
alle Daten (Identifizierung von Gebieten mit 
Belastungsschwerpunkten) 
Für eine räumliche Differenzierung der Schadstoffverteilung wurden zunächst 
die Werte aller Stationen aus „Deutscher Bucht“, „Nordmeer“, „Nordsee“ und 
„Ostsee“ einer Cluster-Analyse unterzogen. Die Analyse des Gesamtdaten 
satzes zeigt eine ähnliche unsymmetrische Struktur wie die summarische 
Betrachtung In Kap. 4.3. Während ein Großteil der Stationen In einem Cluster 
mit sehr geringen Schadstoffkonzentrationen zusammenfällt, wird der Rest der 
Proben In sieben deutlich unterschiedliche Cluster getrennt. Dabei zeigte sich, 
dass alle Ostsee-Proben sich In diesen Clustern befinden. Die organischen 
Schadstoffe in der Ostsee weisen alle recht hohe Konzentrationen auf, beson 
ders in der Kieler und der Pommerschen Bucht (Station 710A und 710) und 
separieren mit den höchsten Konzentrationswerten der Deutschen Bucht von
	        
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