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Full text : 20 Jahre Monitoring organischer Schadstoffe in Sedimenten der Deutschen Bucht (BSH-Berichte, Nr. 55)

Vergleich  mit  Nordsee,  Ostsee  und  Nordmeer

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Anhand  der  auf  TOC  normierten  Werte  lassen  sich  wiederum  zwei  Gruppen
identifizieren.  Zu  der  Gruppe  mit  den  niedrigen  Werten  zählen  -  wie  bei  den
CKW  -  die  Stationen  aus  der  „übrigen“  Nordsee,  UE70  und  aus  dem  Nordmeer.
Zusätzlich  reihen  sich  aber  die  Stationen  vor  der  Rhein-Mündung  in  diese
wenig  belastete  Gruppe  ein.  Die  Stationen  der  Ostsee,  aus  dem  Skagerrak
sowie  KS11  und  WB5  bilden  die  höher  belastete  Gruppe,  wobei  WB5  die
höchsten  und  die  Ostsee  die  niedrigsten  Werte  aufweisen;  insgesamt  liegen  sie
jedoch  in  einem  rel.  engen  Bereich  (nur  die  etwas  polareren  2-  und  3-Ring-Aromaten
  weisen  in  der  Ostsee  deutlich  geringere  Werte  auf).
In  Kapitel  4.4.1  konnte  die  Frage  nicht  eindeutig  beantwortet  werden,  ob  die
relativ  hohen  PAK-Werte  im  Bereich  von  WB5  auf  eine  Erhöhung  hindeuten
oder  die  Werte  von  KS11  aufgrund  einer  Verringerung  zustande  kommen.  Eine
ähnliche  Fragestellung  tritt  bei  den  erhöhten  CKW-Werten  auf  KS11  auf.  Daher
wurde  eine  Korrelation  der  Mediane  der  Schadstoff-Konzentrationen  (bez.  auf
TM)  gegen  den  Median-TOC-Gehalt  der  Proben  untersucht  (Abb.  26),  um
eventuelle  Auffälligkeiten  zu  erkennen.  Wenn  die  Schadstoff-Konzentrationen
überwiegend  durch  den  TOC-Gehalt  bestimmt  werden,  sollte  eine  lineare
Beziehung  zwischen  beiden  resultieren.  Wenn  andere  Einflussgrößen  hinzukommen ­
  (z.  B.  lokale  Eintragsquellen  oder  Unterschiede  in  den  chemischen
Eigenschaften  des  TOC),  wird  die  Korrelation  gestört  und  diese  wird  schlechter.
Bei  den  Korrelationen  der  CKW  findet  man  mäßige  Korrelationskoeffizienten
zwischen  R 2 :  0,63  für  g-HCH  und  0,80  für  pp-DDE.  Somit  sind  andere  Einflussgrößen ­
  wirksam.  Die  CB153-Konzentrationen  für  KS11  und  den  Ostseeproben
liegen  oberhalb  der  Regressionsgerade  und  deuten  auf  eine  erhöhte  Belastung
hin,  während  der  Skagerrak-Median  unterhalb  liegt  und  somit  im  Vergleich
weniger  stark  belastet  ist.  Beim  DDE  ist  der  Ostsee-Median  ebenfalls  erhöht
während  der  Skagerrak-  und  Nordmeer-Wert  erniedrigt  ist.
            
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