Korrelationsanalyse
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Innerhalb der Gruppe der PAK hat die Clusteranalyse die höheren von den PAK
mit geringerem Molekulargewicht, sowie von den alkyllerten PAK separiert. Auf
grund der Im Allgemeinen guten bis sehr guten Korrelationen, wie das Beispiel
des Fluoranthens In Tabelle 2 zeigt, können für diese Untergruppen PAK-Leit-
substanzen abgeleitet werden.
Der einzige 2-Rlng Aromat Naphthalin und damit der flüchtigste und polarste
Aromat bildet eine eigene Leitsubstanz, wie auch schon In der Clusteranalyse
aufgezeigt. Es Ist zudem ein guter Indikator für eine petrogen bedingte PAK
Quelle, vor allem bei gleichzeitig hohen Konzentrationen seiner alkyllerten Ver
bindungen. Phenanthren Ist repräsentativ für die Gruppe der 3-Rlng Aromaten
und kann sowohl aus Ölrückständen stammen oder aber ein Produkt der
unvollständigen Verbrennung sein. PAK mit mehr als 4-Rlngen haben hingegen
einen überwiegend pyrogenen Ursprung. Fluoranthen repräsentiert gut die
Gruppe der 4-Rlng Aromaten. Indenopyren steht als Leitsubstanz für die aus
Verbrennungsrückständen gebildeten 5- und 6-Rlng Aromaten. Beide Substan
zen sind analytisch gut zugänglich, weisen relativ hohe Konzentrationen auf
und korrelieren sehr gut zu den übrigen PAK und eignen sich daher sehr gut
als Leitsubstanzen für die PAK. Für diese PAK Leitsubstanzen sind auch
Bewertungskriterien von OSPAR verfügbar (siehe Tab. 8).
Bel den alkyllerten PAK bilden die Summenparameter der Dlmethylnaphthallne
und Monomethylphenanthrene die Leitsubstanzen. Das 2,6-Dlmethylnaphthalln
(NAPH-DM26) stellt Im Cluster eine eigene Gruppe dar, jedoch hat dies analy
tische Gründe, die Im Summenparameter aufgehoben werden.
Für die PAK ergeben sich daher folgende Leitsubstanzen: NAPH, PHEN, FLU,
I123P, sowie NAPH-DM-SUM, PHEN-MM-SUM.
Sowohl die Clusteranalyse als auch die Korrelationsanalysen zeigen, dass die
reduzierte Betrachtung der ausgewählten Leitsubstanzen aufgrund der großen
Ähnlichkeiten nicht zu einem Verlust an Informationen bei der Interpretation und
Bewertung der Ergebnisse führt.