Datenmaterial und besondere Stationen
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2 Datenmaterial und besondere Stationen
Im Zeitraum von 1994 bis 2013 wurden Insgesamt 497 Sedimentproben Im BSH
untersucht. Die durchgeführten Überwachungsfahrten für die Beurteilung der
organischen Schadstoffkonzentrationen In Sedimenten sowie die Probenahme
stationen sind den Tabellen A10 und A11 des Anhangs zu entnehmen.
Das Hauptprobengebiet für Oberflächensedimente (0-2 cm) umfasst die Deut
sche Bucht (399 Proben). Es wurden ferner Oberflächensedimente aus der
gesamten Nordsee (64 Proben), dem Nordmeer (25 Proben) und der Ostsee
(9 Proben) untersucht.
Um Veränderungen In Gebieten mit besonderer anthropogener Nutzung zu
erfassen, erhielten die entsprechenden Stationen eine besondere Priorität.
Zu diesen Stationen gehören die Stationen KS11 und KS8 vor der Elbmündung,
die sich Im ehemaligen Klärschlammverklappungsgebiet befinden, sowie die
Station HPAE3, an der seit 2005 „gering belasteter“ Hafenschlick ausgebracht
werden darf. Eine weitere Station mit besonderer Nutzung stellt das Sandent
nahmegebiet Im Seegebiet vor der Insel Sylt (SSL), mit erhöhter Schlickabla
gerung und höheren organischen Gehalten, dar.
Aus Gründen der Qualitätssicherung erfolgten an den Stationen KS11 und WB5
(Weiße Bank) Immer Mehrfachbeprobungen sowie die Betrachtung tieferer
Sedimentschichten.
Bel den Auswertungen zeigte sich, dass die Daten eine sehr hohe Variabilität
haben, daher wurde versucht, Ausreißer nach der Grubbsmethode zu Identifi
zieren und zu eliminieren.* Die Einzelausreißer wurden Im Datensatz für die
weitere statistische Auswertung eliminiert.
Es wurde z. B. eine „Ausreißer-Probe" identifiziert (ES1-Feb96), bei denen mehrere Analytkonzentrationen sehr hoch waren. Dies galt insbesondere für HCB und alle PAK. Daneben
waren einige Proben auffällig, in denen jeweils nur eine oder zwei Substanzen extrem hoch waren: UE70-Apr00 (HCB, PHEN), UE67-Mai99 (HCB), UE67-Mai01 (PHEN),
UE20-Apr00 (HCB), WB5-Nov98 (alle PCB) und L1-Apr-00 (PHEN). Während hohe Werte für PHEN eventuell durch Teerklümpchen erklärt werden könnten, fehlt für extreme
HCB-Werte bisher eine Erklärung.