Segfcl-Änweisungcn für Fahrten in den Chinesische» Gewissem.
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kommt, so steuere man nickt östlicher als NE, um, wie vorhin angedeutet,
recht schnell aus den Äequatorialwindstillen zu gelangen. Nachdem man in
5—6° N-Br und 131 oder 132° Ö-Lg iu den NE-Passat oder Monsun gelangt,
steuere man durch die Bashees, etwa durch den Balintang-K&nal und von dort
nach Pedro Branca und Hongkong. Bis nach den Bashee’s setzt der Strom nach
N WzN ca 20—40 Sm pro Tag, je nördlicher und je näher man den Bashee’s
kommt, desto westlicher wird der Strom, so dafs er durch die Bashee’s 40 Sm
am Tage nach West setzt und von den Bashee’s nach Pedro Branca ebenso viel,
zuerst nach SW und später WSW. Ungefähr 60 Sm Ost von den Bashee’s bis
ca 100 Sm westlich davon weht der NE-Monsun gewöhnlich sehr stark und oft
stürmisch mit dicker Luft und regnerisch-böigem Wetter und von hoher See
begleitet; hat man Breaker Point im Norden, so geht der bisherige NNE-Wind
mehr nach Osten, und die bisherige hohe kurze See nimmt merklich ab. Nach
dem Norden China’s geht man natürlich östlich von Formosa vorbei.
3. Reise nach China in den Monaten März und April.
Für die Monate März und April ist die Passage durch die Gf/oIu-Stralso
zu spät und durch die ¿¡¡««efot-Sträfse noch zu früh; cs sind dies die schlechtesten
Monate, um schnelle Reisen im Süd-Chinesischen Meere, insbesondere in der
Java'See, zu machen, und hängt es ganz von den Umständen ab, ob man die
Sunda- oder Macassar Strofsv wählt. Würde man nach der Ä/acassar-Stralse
gehen, woselbst der Wind iu diesen Monaten zwischen WSW und WSW weht,
so sollte man sich nahe der Celebes-Seito halten, da der WSW-Wind hier
ca 20 Sm vom Lande in NW- und an der Borneo-Küste in NNW-Wind übergeht.
In der Celebes-See weht in diesen Monaten der Wind leicht zwischen NE und SE,
und in der Sulu-See ist er veränderlich, meist zwischen NW und N, während
an der West-Küste von Luzon Land- und Seebriesen herrschen. Eiudet man
in obigen Monaten in der Celebes-See noch gute Chance, in den Stillen Oeean
zu gelangen, wo der NE-Monsun um diese Zeit sehr östlich ist, so würde dieses
der Safw-Route vorzuziehen sein.
4. Nach Singapore und Bangkok im NE-Monsun.
Nach Singapore und Bangkok bestimmt, hat man von November bis März
Achsen head zu machen, um durch die Malacca-Strafse Singapore zu erreichen.
Zn diesem Zwecke steuere man, aus dem Süd-Atlantic kommend, auf ca 43° 8-Br
entlang nach ca 50° O-Lg, von hier nach ca 80° O-Lg und 35° S-Br, von wo
man mit südlichen Winden und dem SE-Passat ca 90° O-Lg und 5° S-Br ohne
Schwierigkeit erreicht, um dann mit dem West- und NW-Monsun nach Acheen
head zu liegen. Würde man durch die Swwda-Strafse gehen, so würde man eine
ziemlich langweilige Kreuzreiso zu machen haben, da in genannten Monaten
Wind und Strom konträr sind. Nach Bangkok bestimmt, hat man sich von
Singapore nach den Natwnas zu arbeiten, von da nach Pulo Obi und an der
Cambodja-Seite den Golf hinauf zu gehen. Für Oktober, März und April ist
es schwierig, Anweisungen nach Singapore, Bangkok und Saigon zu geben; es
sind dies die Windstillen-Monate dieser Gewässer, und wird einem wenig anderes
übrig bleiben, als durch die Sunda- und Caspar- oder Car imaia-Strafse zu gehen.
5. Nach Singapore nml China im SW-Monsun.
Nachdem man von Mai bis September, also im SW-Monsun, die Sund-a-
Strafse passirt hat, bietet die Vollendung der Reise nach Singapore und den
chinesischen Häfen keine weiteren Schwierigkeiten, denn nachdem man nördlich
von der Caspar-Strafse gelangt, erreicht man Singapore und Bangkok in fast
einem Kurs. Nach Saigon und China bestimmt, liat man nördlich von den
Natunas zu gehen und von dort direkt nach Saigon, oder nach China bestimmt,
nach Pulo Sapata zu steuern, von wo man Hongkong oder Macao östlich von
den Paracels und westlich von der Maclesßeld-Bank mit NzW-Kurs erreicht.
Will man nach dem Norden Chinas, so hat mau zuerst etwa Breaker Point zu
machen und von da durch den FVmosa-Kanal seinem Bestimmungshafen zuzu
steuern; die Routo östlich von den Paracels ist vorzuziehen, weil man im Falle
einer Cyklone mehr Seeraum hat und weil der Wind im offenen Meer beständiger
und frischer ist als westlich von den Paracels.
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