Witting, R.: Zur Methodik der Bestimmung von geringen Ammoniakmengen usw, 541
Zusatz von Nessler stattfindende, gleichartige Verschiebung wahrnehmen. Bei
geringem Ammoniakgehalt nimmt die Lichtabsorption mit wachsendem Nessler-
gehalt zu, dann folgt ein Intervall, wo die Lichtabsorption sehr wenig wächst,
bei der Kurve Nessler 1 : 10 stellt sich sogar ein Mazimum der Lichtabsorption
bei etwa 0.025 mg. p.1l ein. Der Verlauf der Kurve für 1:10 wird von dem
Ergebnis der Untersuchung des Wassers III bestätigt, welches in der Tabelle X
für die Zeit 25 Minuten nach der Nesslerzugabe angeführt ist.
Tabelle X. « bei 500 x für das Wasser III aus der Tabelle VIII für die Zeit 25 Minuten
interpoliert.
Nessler IV
1:50 1 1:10
0.000 — 0.0006 0.0047
0.025 _— 0.0106
0.050 — . 0.0075
5.075 — 0.0110
Diese Werte sind nicht als absolute Werte zu gebrauchen, da ja, wie schon
erwähnt, das Wasser III etwas gelblich war. Die Knickung der Kurve bei etwa
0.05 mg p.-1 tritt aber auch hier deutlich hervor.
Zwischen etwa 0.25 und etwa 0.35 mg Ammoniak p.l in der Figur 3,
rechts drängen sich die Kurven. enger zusammen, Auf die Abweichung von dem
glatten Verlaufe in der Funktion von Ammoniakgehalt und Lichtabsorption,
welche hier zutage tritt, sind auch die Knickungen in den entsprechenden Kurven
Fig. 1 und 2, rechts, zu beziehen; man möge sich erinnern, daß in diesen Fällen
die Ausgangswässer schon einen eigenen Ammoniakgehalt hatten.
Die Lichtabsorption des Nesslers IV wurde nicht bestimmt; bei 500 uu
war für Nessler I 38 Tage alt &= 0.009, für Nessler V paar Tage alt £& == 0.049,
ein zu hoher Wert, weil von dem Reagens so wenig zur Verfügung stand, daß
von dem Niederschlag etwas aufgewirbelt wurde. Die s-Werte in der Tabelle IX
oder Fig. 3 stimmen bei ammoniakfreiem Wasser, was die Größenordnung betrifft,
mit den aus &= etwa 0.02 nach Beers Gesetz hergeleiteten Werten,
Was die Extinktion im roten Teile des Spektrums befrifft, zeigte sich
gleich, daß diese sehr wenig mit dem Ammoniakgehalte zunahm. Es wird daher
nicht möglich sein, den Ammoniakgehalt aus dieser zu bestimmen, Die Extinktion
ist daher hier weniger eingehend verfolgt. Es mögen aber die z-Werte nach
30 Minuten hier zusammengestellt werden. ;
Tabelle XI. z bei 660 um aus den Tabellen VI (kursiv gedruckt) und VIX für 30 Minuten
internoliert.
Ammo0-
niak
mg p. 1
Nessler IV
1:95 | 1:10
1:100 1 1:50 |
0.00027 }
0.050 | 0.00005
0.075 | —
0.000
9025 |
0.000617
0.00008
0.00028
0.00002
0.00036
0.600120 | 0.00214
0.000837 Zn
Fig. 4,
1002C=
N
rn
NS5
Ammo-
niak
me pl
0.100
0.150
0.250
0.350
3.500
Nessler IV ;
1:25 ! 1:10
1:100 !
1:50 |
0.00088| 0.007820
0.00772| 0.00028
D.00149| 0.00084
0.00120] 0.00063
0.00095| 0.001750
0.00154
0.000686
| 0.00160
0.00165
0.002838
M.1:10 Ze
III AZ
ven
0.200 0.250 0300 0.350 0400 045 0.500
Die Lichtabsorption nach 30 Min. als Funktion von dem Ammoniakgehalte bei bestimmter Nesslerzugabe.
Ausgangswasser: Von Ammoniak hefreites, destilliertes Wasser.
Licht: 660 um (Tab. XD.