accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 24 (1896)

934 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1896. 
westlicher Richtung, nur für kurze Zeit auf NNO übergehend, Stärke 1. Während 
der Fahrt wehte er aus verschiedenen Quadranten, Stärke 2 nicht überschreitend. 
Das Wetter war bis auf einzelne Nächte schön, Temperatur ziemlich hoch, sie 
schwankte zwischen 23,3 und 28,5°, Barometerschwankungen waren gering. 
Strom war während der Fahrt von der Espiegle-Bucht nach der St. Mary-Bucht, 
soviel festgestellt worden ist, nicht vorhanden. Vom 13. zum 14, setzte er 
N72°0O 0,3 Sm in der Stunde. Während des Nachmittages des 13. und in der 
Nacht vom 13. zum 14. ist etwas auflandig setzender Strom beobachtet worden. 
Rundreise durch die Marschall-Inseln und die östlichen Karolinen. 
Aus dem Reisebericht S. M. S. „Falke“, Kommandant Korv.-Kapt. KRIEG. 
1. Allgemeines, 
Während der ganzen Zeit der Rundreise S. M. S. „Falke“ herrschte bei 
ständigem Nordostpassat meistens schönes und klares Wetter, Jedoch gingen, 
wie stets im Anfang der Passatperiode, fast täglich bald mehr, bald minder 
heftige Regenschauer von kurzer Dauer nieder, häufig begleitet von böigen 
Windstöfsen bis zu Stärke 7. 
Der Nordostpassat wehte mit einer durchschnittlichen Stärke von 2 bis 5, 
die See war entsprechend ruhig. Das Barometer hatte bei normalen Schwankungen 
einen ziemlich hohen Stand von durchschnittlich 762,5 mm. 
Die während der Reise beobachteten Stromversetzungen waren theilweise 
der Stromkarte wenig entsprechend. 
Auf der Fahrt von Ponape nach Jaluit befand sich das Schiff im äqua- 
torialen Gegenstrom und erfuhr durch denselben östliche Versetzungen von 
ca 20 Sm im Etmal. Seinen östlichen Lauf scheint dieser Strom, wie auch auf 
der Fahrt von Apia nach Jaluit bemerkt werden konnte, östlich von Jaluit nicht 
mehr innezuhalten, sondern dort durch den von den nördlichen Gilbert-Inseln 
herströmenden Nordweststrom in nordöstlicher bis nördlicher Richtung abgedrängt 
zu werden. Nach anhaltendem steifen Nordostpassat scheint dieser Nordwest- 
strom selbst noch westlich von Jaluit seine Wirkung zu äufsern und den ihm 
entgegenlaufenden äquatorialen Gegenstrom in einen nördlich bis nordwestlich 
setzenden umzuwandeln; so will S. M. S. „Sperber“ zwischen Ebon und Jaluit 
westliche Stromversetzungen bemerkt haben. 
Die nördliche Scheidungslinie zwischen dem nach Westen laufenden 
Aequatorialstrom und dem östlich setzenden Gegenstrom scheint westlich von 
der Marschall-Gruppe scharf abgesetzt zu sein und auf ca 7° N-Br zu liegen, 
wenigstens erfuhr S. M. S. „Falke“ nördlich von dieser Linie stets westliche 
Stromversetzungen, südlich davon stets östliche, 
Innerhalb der Marschall-Gruppe scheint diese Scheidungsgrenze jedoch 
nicht so scharf abgesetzt zu sein, sondern sich aus dem Aufeinandertreffen der 
beiden Gegenströme ein nördlicher, bis zum 10. Breitengrade fühlbarer Strom zu 
ergeben. S, M. S. „Falke“ fand auf der Fahrt von Jaluit nach Likieb eine 
Stromversetzung von N 13° W, 12 Sm, und auf der von Likieb nach Mejit eine 
solche von N 17° W, 8 Sm. 
Es mag vielleicht auch der von den nördlichen Gilbert-Inseln herlaufende 
Nordweststrom sich bis zu dieser Breite fühlbar machen und die nördliche Ver- 
setzung bewirken. 
Nördlich des 10. Breitenparallels wurden auch innerhalb der Marschall- 
Gruppe, der Stromkarte entsprechend, westliche Versetzungen beobachtet, 
Die Zusammenstellung am Schlufs (Seite 536) enthält die Stromversetzungen 
auf der Rundreise. 
2, Segelanweisungen. 
i. Likieb. Die Passage zur Lagune liegt an der Südseite und ist durch 
eine innerhalb der Lagune vorliegende Insel erkennbar. Die Passage führt 
östlich und westlich dieser Insel vorbei, jedoch ist die östliche Durchfahrt die 
pequemere und sicherere.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.