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Full text: Jahresbericht 2015 - 25 Jahre Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie im wiedervereinigten Deutschland

Klima und Meeresumweltschutz 81 
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Verteilung 
der ARGO- 
Floats 
schungsschiffen ausgelegt und führen dann 
autonom bis zu fünf Jahre lang vertikale 
Profilmessungen der Temperatur und des 
Salzgehaltes durch. Nach dem Ausbringen 
sinken die Floats auf eine Wassertiefe von 
1 000 m und treiben 10 Tage mit der 
Strömung. Anschließend sinken sie auf 
2000 m und beginnen dann zur Datenerhe 
bung einen etwa zehnstündigen Aufstieg 
zur Meeresoberfläche. Ein Pumpsystem 
ermöglicht eine Volumen- und damit auch 
eine Dichteänderung des Floats, sodass es 
kontrolliert aufsteigen und absinken kann. 
Nach dem Auftauchen werden die Mess 
daten per Satellit an zwei globale Daten 
zentren gesendet. Danach beginnt mit dem 
Absinken des Floats ein neuer Tauchzyklus. 
Im Laufe der Jahre hat sich die vertikale 
Auflösung der Profile Immer weiter verbes 
sert, sodass heutzutage nahezu kontinuierli 
che Profile möglich sind. 
Neben der Gewinnung von klimarelevan 
ten Datensätzen können die Daten auch 
für spezielle lokale Fragestellungen 
genutzt werden. So spielen sie zum 
Beispiel auch bei der Überwachung 
tropischer Wirbelstürme eine wesentliche 
Rolle, In dem sie durch die Überwachung 
der kritischen Wassertemperaturen eine 
bessere Vorhersage über die Entstehung, 
die mögliche Stärke und die Zugbahnen 
von Hurrikans beziehungsweise Taifunen 
ermöglichen. 
2014 hat sich eine Anzahl europäischer 
Länder, die Im Argo-Programm tätig sind, 
zu einem sogenannten ERIC, das heißt zu 
einem European Research Infrastructure 
Consortium zusammengeschlossen. Damit 
haben sie sich verpflichtet, Im Rahmen von 
EuroArgo einen langfristigen kontinuier 
lichen Beitrag zu liefern, um diese wichti 
gen Meeresdaten übereinen langen 
Zeitraum kontinuierlich zu erfassen und 
aufzubereiten. Diese Daten stehen allen 
Bürgern weltweit kostenlos zur Verfügung. 
Im Rahmen von EuroArgo werden zurzeit 
Floats entwickelt und getestet, die bis zu 
4000 Meter tief tauchen und damit auch In 
die für die Klimaforschung relevanten 
Tiefenwassermaße Vordringen können. 
Ferner gibt es jetzt auch Float-Varlanten, 
die auch chemische und biologische Daten 
aufnehmen können und damit auch 
Beiträge zur Ökosystemforschung leisten. 
Das BSH Ist maßgeblich am Management 
von EuroArgo und an der wissenschaft 
lichen und technischen Weiterentwicklung 
des Argo-Programms beteiligt.
	        
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