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Volltext : Jahresbericht 2015 - 25 Jahre Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie im wiedervereinigten Deutschland

42  25  Jahre  Entwicklungen  in  der  Schifffahrt

Die  Geschwindigkeit  der  Schiffe  nahm  zu.
Die  durchschnittliche  Geschwindigkeit  der
Welthandelsflotte  beträgt  inzwischen  rund
28  Kilometer  pro  Stunde.  Jüngere  Schiffe
erreichen  Geschwindigkeiten  von  45  bis
55  Kilometer  pro  Stunde.  Die  Durchschnittsgeschwindigkeit ­
  weiter  zu  erhöhen  gilt  als
sehr  kostspielig  und  ist  daher  nicht  zu
erwarten.  Inzwischen  liegen  die  Betriebsgeschwindigkeiten ­
  der  Schiffe  wieder  deutlich
niedriger  und  unterhalb  der  Maximalgeschwindigkeit. ­
  Sie  fahren  damit  wirtschaftlicher ­
  und  vor  allem  umweltfreundlicher.  Die
Konzeption  der  Schiffe  sieht  einen  wirtschaftlichen ­
  Einsatz  bei  unterschiedlichen  Ladeund
  Betriebszuständen  vor.
Das  Design  der  Schiffe  hat  sich  verändert.
Ein  innovatives  Schiffsdesign  gewährleistet
heute  ein  hohes  Sicherheitsniveau  bei
sinkendem  Energieverbrauch.  Damit  wird
die  im  Januar  2013  in  Kraft  getretene
Ergänzung  zu  Anlage  VI  des  MARPOL-Übereinkommens

  umgesetzt,  die  die
Errechnung  des  EEDI  (Energie-Effizienz-Design-Index)
  für  neue  Schiffe  vorschreibt,
die  größer  als  400  BRZ  sind.
Auch  die  Automatisierung  der  Schiffe
sowie  der  Datenaustausch  zwischen
Schiff  und  Land  trieben  die  Entwicklungen
in  der  Informations-  und  Kommunikationstechnologie ­
  seit  den  90er-Jahren  voran.
Steckte  die  Entwicklung  von  Satellitennavigationssystemen, ­
  automatischen
Schiffsidentifikationssystemen  wie  AIS
(Automatic  Identification  System)  und  des
elektronischen  Seekartendarstellungsund ­
  Informationssystems  ECDIS  (Electronic ­
  Chart  Display  and  Information  System)
noch  in  den  Kinderschuhen,  gehören
diese  Technologien  heute  zur  Standardausrüstung ­
  auf  Schiffen.  Das  BSH  stieß
die  Entwicklung  vieler  dieser  Systeme  an
und  förderte  und  unterstützte  sie  seit  der
ersten  Stunde.

Eine  Datenbank
entsteht...
            
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