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Full text: Jahresbericht 2015 - 25 Jahre Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie im wiedervereinigten Deutschland

2015 - 25 Jahre BSH im wiederve re inten Deutschland 9 
Hydrographischen Instituts (DHI), das der 
Alliierte Kontrollrat 1945 als Nachfolger der 
Norddeutschen Seewarte und dann der 
Deutschen Seewarte bestätigt hatte und 
übernahm zusätzlich die Aufgaben der 
damaligen Abteilung Seeverkehr des 
Bundesverkehrsministeriums, die 1989 
nach Bonn umgezogen war. 
Das Seeaufgabengesetz zeichnete das 
BSH auch für die Aufgaben der Schiffsver 
messung zuständig. Das BSH übernahm 
die Aufgaben des Bundesamts für Schiffs 
vermessung (BAS), das Mitte 1945 als 
Vermessungsamt in Hamburg seinen Dienst 
aufnahm. Die Besatzungsmächte legalisier 
ten es 1946 als Schiffsvermessungsamt. 
Das Gesetz über die Aufgaben des Bundes 
auf dem Gebiet der Seeschifffahrt übertrug 
die bis dahin den Ländern obliegenden 
Schiffsvermessungsaufgaben dem Bund 
und damit dem Schiffsvermessungsamt. 
1952 erhielt es den Namen „Bundesamt für 
Schiffsvermessung (BAS)“. Der Aufbau der 
deutschen Handelsflotte verlieh seinen 
Aufgaben zunehmend Bedeutung. Das BAS 
trug maßgeblich zu der Vereinheitlichung 
der Schiffsvermessung bei. 
Am 9. November 1989 fiel die Mauer. Der 
Einigungsvertrag zur Herstellung der 
Deutschen Einheit am 3. Oktober 1990 
regelte auch die Zuständigkeit des BSH für 
die maritimen Aufgaben In den neuen 
Bundesländern. Mit der Wiedervereinigung 
verdoppelte sich die Küstenllnle Deutsch 
lands von rund 1 835 km auf 3547 km. 
Um die Eingliederung der maritimen 
Aufgaben der DDR reibungslos sicherzu 
stellen, richteten die Verantwortlichen mit 
Wirkung zum 3. Oktober 1990 eine 
Außenstelle des BSH In Rostock ein. Mit 
200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des 
Seehydrographischen Dienstes (SHD), 
BUNDESAMT FÜR 
SEESCHIFFFAHRT 
UND 
HYDROGRAPHIE 
25 Jahre 
Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie 
im wiedervereinigten Deutschland 
1990-2015 
des Seefahrtsamtes, des Meteorolo 
gischen Dienstes, der Wasserwirtschafts 
direktion Küste sowie der Bagger-, 
Bugsier und Bergungsreederei nahm das 
BSH In Rostock am 3. Oktober 1990 
seine Arbeit auf. Sofort standen der 
Schifffahrt Seekarten des SHD als BSH- 
Karten zur Verfügung. Auch die Druckerei 
des SHD führte das BSH weiter. Die 
meereskundlichen Aufgaben der ehemali 
gen DDR beließ das BSH Im Institut für 
Meereskunde, dessen Internationale 
Bedeutung so groß war, dass das BSH 
einen Erhalt dieser Institution unterstützen 
wollte. Das Leibniz-Institut für Ostseefor 
schung Warnemünde führt das Monitoring 
der Ostsee heute im Auftrag des BSH 
durch. Die Aufgaben des Seezeichenwe 
sens übernahm das Wasser- und 
Schifffahrtsamt Stralsund. 
Der historischen Entwicklung In der 
Bundesrepublik Deutschland ist es zu 
verdanken, dass das BSH In den 
beiden Hansestädten Hamburg 
und Rostock seine Dienstsitze 
hat. Auf Empfehlung der Födera- 
llsmuskommlssion Ist Rostock 
seit 1994 mit Hamburg gleich 
berechtigter Sitz des BSH. 
Festbroschiire 
25 Jahre BSH
	        
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