accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text : Die Entwicklung der maritimen und allgemeinen Meteorologie im Bereich der 1868 gegründeten Norddeutschen und später Deutschen Seewarte

21

sich  dann  ein  ergiebiges  Meßnetz  der  maritimen  Aerologie  auf,  das  schließ
lieh  durch  fünf  ständige  und  zahlreiche  unständige  HöhenwindmeßStationen ­
  auf  Handelsschiffen  sehr  viel  Beobachtungen  lieferte.  In  mehr  als
10  "Einweisungsfährten"  nahmen  jeweils  zwei  bis  drei  Meteorologen  an
atlantischen  Reisen  teil.  Auf  diese  Weise  erfolgte  eine  zielstrebige  Erforschung ­
  der  Höhenströoungsverhältnisse  über  dem  Atlantik  zur  Vorbereitung ­
  des  entstehenden  transozeanischen  Luftverkehrs.  Bei  dieser  Erforschung ­
  für  die  Praxis  führte  die  Deutsche  Seewarte  in  der  Welt  und  gab
zweifellos  damit  den  Anstoß  für  die  heutige  Aerologie  auf  den  Weltmeeren.
Andere  schiffahrttreibende  Nationen  unternahmen  derartige  Meßfahrten
nicht.
Aber  auch  in  den  anderen  Bereichen  meteorologischer  Tätigkeiten  ging  es
vorwärts.  Ab  1925  wurde  zur  Betreuung  der  Hochseefischerei  ein  funktelefonischer ­
  Wetterbericht  für  die  Fischfangplätze  Island,  Norwegen  und  in
der  Nordsee  eingerichtet,  der  1932  eine  besondere  Wertsteigerung  durch
den  dann  einsetzenden  "Fischdampfer-Wettermeldedienst"  erfuhr,  Eine  Verbreitung ­
  dieser  Wetterberichte  fand  über  den  Deutschen  Hochseerundfunk
statt.  Der  Deutschlandsender  verbreitete  ab  1932  zwei  mal  täglich  den
"Funktelephonischen  SeeWetterbericht".  Bereits  1926  unternahm  die  Deutsche ­
  Seewarte  Versuche  der  Bildübertragung  von  Wetterkarten  auf  in  See
befindliche  Schiffe  (Verfahren  Prof,DIECKMANN).  Diese  über  den  Rundfunksender ­
  Hamburg  abgestrahlten  Bildkarten  ließen  zwar  noch  manche  Hoffnungen ­
  unerfüllt  -  die  Versuche  fanden  1927  ihr  Ende  - ( aber  spornten  die
Industrie  zu  weiteren  Anstrengungen  an.  Alle  heute  erfolgenden  Fax-Sendungen, ­
  insbesondere  mit  Hilfe  der  Hel1-Fax-Geräte  gehen  wohl  auf  diese
Versuche  zurück.
In  Fuhlsbüttel  begann  damals  1922  bis  1924  auch  der  Flugwetterdienst,
Die  sich  entwickelnde  Verkehrsluftfahrt  vermochte  ohne  meteorologische
Informationen  die  erforderliche  Pünktlichkeit,  Zuverlässigkeit  und  Sicher
heit  nicht  zu  erzielen.  Bis  zum  heutigen  Tage  leisteten  Meteorologen  und
speziell  ausgebildete  Fachkräfte  einen  anerkannten  Flugwetter-Beratungsdienst, ­
  der  damals  zunächst  abordnungsweise,  später  bis  1934  planmäßig
von  Angehörigen  der  Deutschen  Seewarte  versehen  wurde.
Die  seit  1920  in  Fuhlsbüttel  begonnenen  aerologisehen  Aufstiege  mit  Flugzeugen ­
  gewinnen  ab  1924  an  Regelmäßigkeit.  Ab  1928  entwickelte  sich  die
"wissenschaftliche  Fluggtelle  Hamburg-Fuhlsbüttel  der  Deutschen  Seewarte"
Die  Zunahme  der  Erkenntnisse  im  Bereich  der  Gezeitenberechnungen  einerseits ­
  und  die  Erfahrungen  des  Sturmwarnungsdienstes  andererseits  ermög»
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.