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sich dann ein ergiebiges Meßnetz der maritimen Aerologie auf, das schließ
lieh durch fünf ständige und zahlreiche unständige HöhenwindmeßStationen
auf Handelsschiffen sehr viel Beobachtungen lieferte. In mehr als
10 "Einweisungsfährten" nahmen jeweils zwei bis drei Meteorologen an
atlantischen Reisen teil. Auf diese Weise erfolgte eine zielstrebige Erforschung
der Höhenströoungsverhältnisse über dem Atlantik zur Vorbereitung
des entstehenden transozeanischen Luftverkehrs. Bei dieser Erforschung
für die Praxis führte die Deutsche Seewarte in der Welt und gab
zweifellos damit den Anstoß für die heutige Aerologie auf den Weltmeeren.
Andere schiffahrttreibende Nationen unternahmen derartige Meßfahrten
nicht.
Aber auch in den anderen Bereichen meteorologischer Tätigkeiten ging es
vorwärts. Ab 1925 wurde zur Betreuung der Hochseefischerei ein funktelefonischer
Wetterbericht für die Fischfangplätze Island, Norwegen und in
der Nordsee eingerichtet, der 1932 eine besondere Wertsteigerung durch
den dann einsetzenden "Fischdampfer-Wettermeldedienst" erfuhr, Eine Verbreitung
dieser Wetterberichte fand über den Deutschen Hochseerundfunk
statt. Der Deutschlandsender verbreitete ab 1932 zwei mal täglich den
"Funktelephonischen SeeWetterbericht". Bereits 1926 unternahm die Deutsche
Seewarte Versuche der Bildübertragung von Wetterkarten auf in See
befindliche Schiffe (Verfahren Prof,DIECKMANN). Diese über den Rundfunksender
Hamburg abgestrahlten Bildkarten ließen zwar noch manche Hoffnungen
unerfüllt - die Versuche fanden 1927 ihr Ende - ( aber spornten die
Industrie zu weiteren Anstrengungen an. Alle heute erfolgenden Fax-Sendungen,
insbesondere mit Hilfe der Hel1-Fax-Geräte gehen wohl auf diese
Versuche zurück.
In Fuhlsbüttel begann damals 1922 bis 1924 auch der Flugwetterdienst,
Die sich entwickelnde Verkehrsluftfahrt vermochte ohne meteorologische
Informationen die erforderliche Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Sicher
heit nicht zu erzielen. Bis zum heutigen Tage leisteten Meteorologen und
speziell ausgebildete Fachkräfte einen anerkannten Flugwetter-Beratungsdienst,
der damals zunächst abordnungsweise, später bis 1934 planmäßig
von Angehörigen der Deutschen Seewarte versehen wurde.
Die seit 1920 in Fuhlsbüttel begonnenen aerologisehen Aufstiege mit Flugzeugen
gewinnen ab 1924 an Regelmäßigkeit. Ab 1928 entwickelte sich die
"wissenschaftliche Fluggtelle Hamburg-Fuhlsbüttel der Deutschen Seewarte"
Die Zunahme der Erkenntnisse im Bereich der Gezeitenberechnungen einerseits
und die Erfahrungen des Sturmwarnungsdienstes andererseits ermög»