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Full text: Die Entwicklung der maritimen und allgemeinen Meteorologie im Bereich der 1868 gegründeten Norddeutschen und später Deutschen Seewarte

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Die ersten großen Ergebnisse maritim-klimatischer Arbeiten der Abtei 
lung I und III zeigen sich in den 1883 veröffentlichten Windkarten in 
Atlas für den Atlantischen Ozean. Diese Windkarten blieben auf lange 
Zeiten fester Bestandteil zahlreicher Lehrbücher der Geographie, Ozea 
nographie, Meteorologie und Klimatologie sowie Navigation. Es folgten 
in den nächsten Jahren gleiche Angaben für alle Weltmeere. 
Bereits 1887 beginnt die Arbeit an einer von KOPPEN angeregten "Über 
see-Klimatologie". Der Meteorologe Dr.E.DUD2R5TADT beschäftigt sich 
damit in direktem Auftrag des Direktors v.NEUMAYER. 
In den 20 Jahren von 1881 bis 1900 veröffentlichten die Meteorologen 
der Deutschen Secwartc etwa 200 Arbeiten außer den täglichen Wetter 
berichten und anderen Routinegutachten über das Wetter an der Küste 
und über See. 
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Pflege der T/itterungskunde, der Küstenmeteorologie und 
des Sturmwarndienstes. 
In zunehmendem Maße gaben die Meteorologen der Abteilung III außer den 
Wetterberichten an Hamburger Reeder, Zeitungen und die Börse sowie aus 
fahrende Schiffe auch Wetterkarten und Wettervorhersagen an Wirtschafts 
unternehmungen aller Art ab. Jedoch fand noch kein durchgehender Dienst 
statt. Die Anzahl der telegraphisch eingehenden Wetterberichte euro 
päischer Stationen stieg erheblich an. 
In den anderen Ländern Deutschlands und auch den anderen Staaten Euro 
pas hatten sich, z.T. vom Beispiel der meteorologischen Arbeit der See^ 
warte angeregt, Einrichtungen für den Wetterdienst gebildet. Sie alle 
erhielten Wettermeldungen Europas Tag für Tag durch Sammeltclegrammc 
und zusätzliche Sondertelegramme, die von der als Wetternachrichtenzen 
trale arbeitenden Deutschen Seewarte gesammelt wurden. Auch die Ansich 
ten über die Wetterlage und deren Entwicklung übermittelte die Abtei 
lung III der Deutschen seewarte an alle anderen Wetterdiensteinrichtungen 
Der Umfang der Arbeiten aller Abteilungen der Deutschen Secwartc nahm 
weiterhin erheblich zu. Aber auch die Art der Anforderungen änderte 
sich etwas. Daher erfolgte 1901 eine Umgliederung. Eine Zentralabtei 
lung übernahm Verwaltungsaufgaben und Assistenz des Direktors bei dessen 
organisatorischen und wissenschaftliehen Arbeiten. Die Abteilung I ver 
sah weiterhin die nautische Meteorologie. Sie wurde von 1902 bis 1911
	        
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