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Full text: 61, 1933

Heidke, P.: Die niederschlagreichste Station von Deutsch-Ostafrika usw, 161 
sehr geringen Niederschläge der Emin-Plantage vom Juni 1898 bis Februar 1899 
und des Niederschlages vom Mai 1903 den wohl sicher zu niedrigen mittleren 
Jahreswert von 1589 mm. 
Tabelle 2. 
Wahre Monats- und Jahresniederschläge der Emin-Plantage in Millimetern, 
1898 | 1899 I 1900 | 1901 | 1902 | 1903 | Mittel I?) | Mittel 111) 
170.2 
138.8 
189.1 
322.4 
122.4 
38.4 
> 375 | > 
26.0 
VII 23,7 13,9 \ 3.4 
VIII 16.5 15,8 15,2 
1X 12.8 21.1 4.7 
X 21.8 51.9 37.1 
XI 879 ° 1178 129.3 
XII 302 28315 3295 
‚Jahr. ... .} 52564 
151.9 
46.6 | 
718 | 
121 
261.8 
423.6 
337.5 
452.3 
117.6 
59.8 
227.4 
386.0 
256.0 
116.8 
29.0 
20.0 
10.4 
17,3 
52.2 
150.5 
142.0 
224.1 
734.4 | 1500.4 | 2249.1 | 1517,5 
201.3 
295.8 
101.8 
305,3 
241.7 
215.2 
311.0 
221.0 
299.2 
89.7 
326 
| 
202,5 
258.2 
221.0 
299.2 
127.7 
31.3 
18,3 19.4 
_ 13.3 14.0 
—_ 26.2 23.6 
—_ 71.6 61.7 
— 125.4 117.9 
- 2575 ! 212.0 
>1145.4 | 1681.0 | 1588,5 
| 
| 
' 
| 
Mit einem Jahresniederschlag von rund 1680 mm ist die Emin- 
Plantage bei weitem nicht mehr die regenreichste Station von Deutsch- 
Ostafrika. An ihre Stelle tritt der im niederschlagreichsten Teil 
dieser Kolonie, dem Konde-Land, gelegene Ort Muaja (9° 33’5, 33° 57 O0 
Lg. Gr., Seehöhe — 480 m) mit einem mittleren Jahresniederschlag von 
etwa 3100 mm. Die beiden nur recht wenig voneinander entfernten Beob- 
achtungsstationen „Mission“ und „Zoll- bzw. Bezirksnebenstelle“ haben nach 
W, Paap für die Epoche Juli 1908 bis Juni 1913 die gut miteinander überein- 
stimmenden Jahresniederschläge von 3092 und 3156 mm. 
Ein Beispiel zeige, wie ein Beobachter zu einem falschen Regenmeßglas 
kommen kann. Auf der meteorologischen Station Marrakesch in Marokko fielen 
vom Juli 1907 bis September 1908 die Beobachtungen aus. Der Niederschlag 
war dauernd in einem Hellmannschen Regenmesser (Auffangfläche 100 qem 
mit einem Durchmesser von 11.3 cm) aufgefangen worden; vor der Unterbrechung 
war mit einem zugehörigen Meßglas gemessen worden, nach der Unterbrechung 
aber mit einem Meßglas für eine Auffangfläche von 200 qem (Durchmesser 
16.0 em). Das richtige Meßglas war nämlich während der Unterbrechung ver- 
lorengegangen; der Beobachter hatte als Ersatz das Reservemeßglas benutzt, 
das ihm eine andere Beobachtungswarte seiner Firma an der marokkanischen 
Küste überlassen hatte, die für ihre Messungen einen Regenmesser mit einer 
Auffangfläche von 200 qem mit zugehörigen Meßgläsern benutzt hatte?) 
Spiegel-Funkgeräte für die Sicherung der Seeschiffahrt bei Nebel. 
Von Helmut Brüders, 
(Hierzu Tafel 23.) 
Der Nebel bildet auch heute noch eine große Gefahr für die Seeschiffahrt, 
Die Sicherung des Schiffsverkehrs bei unsichtigem Wetter stellt der Technik 
aine äußerst wichtige und schwierige Aufgabe. Auf verschiedenste Weise ist 
versucht worden, durch akustische, optische und elektrische Verfahren die Sicher- 
heit bei Nebel zu erhöhen?). Akustische Hilfsmittel, wie sie seit langem in der 
1) Zur Ableitung der Mittel I sind wie von Uhlig nur die Messungen vom Juni 1899 bis April 1903 
benutzt worden, zur Ableitung der Mittel_II außerdem die Messungen vom Juni 1898 bis Februar 
1899 und vom Mai 1903. — % Deutsche Überseeische Meteorolog. Beobacht., hragb. v. d. D. Seewarte, 
Heft 18, 5.20 u. H. 21, S. A. 37. 
3) W. Rothe, Neue Ziele im Sicherungswesen der Seeschiffahrt bei Nebel. Ann. d. Hydr. usw, 
80, 306 (1932).
	        
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