Meereskunde
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Der Aufbau reibungsloser bilateraler Datenverbindun
gen soll durch ein zentrales Daten-Interface ermög
lichtwerden, das im Rahmen des EU-Projektes Sea-
Net Data Interface (SNDI) entwickelt wird. Mit der
Entwicklung eines Daten-Interface für die existieren
den Monitoring-Messnetze der Nordsee-Region
wurde ein Internationales Firmenkonsortium beauf
tragt, das eng mit den zuständigen hydrographischen
Diensten In Belgien, Dänemark, Deutschland,
Holland, Norwegen und Schweden zusammenarbeitet.
Internationale Zusammenarbeit
OSPAR- Übereinkommen
Auf ihrer Jahrestagung im Juni 2000 verabschiedete
die Kommission des Übereinkommens zum Schutz der
Meeresumwelt des Nordostatlantlks (OSPAR-Übereln-
kommen) In Kopenhagen den QSR 2000 (Quality Sta
tus Report). Der Bericht über den Umweltzustand des
Nordostatlantlks ist der erste für ein so ausgedehntes
Gebiet. Es reicht vom Nordkap bis nach Gibraltar, im
Westen bis Grönland, Island und den Azoren. Der QSR
ist in sechsjähriger Arbeit Im ASMO Komitee (Überwa
chung und Bewertung des Nordostatlantlks) entstanden.
Festzustellen ist, dass für viele Schadstoffe die Bela
stungen mittlerweile zwar rückläufig sind, jedoch ge
bietsweise immer noch Anlass zur Sorge geben. Dies
gilt auch für die Überdüngung und die damit verbun
denen biologischen Auswirkungen. Die Beeinträchti
gung der Meeresumwelt durch Fischerei Ist weiterhin
ein bedeutendes Problem.
ASMO wurde beauftragt, das Gesamtschema zur
Überwachung und Bewertung zu revidieren und das
Ergebnis der OSPAR-Mlnlstersltzung 2003 vorzule
gen.
Für den Bereich Offshore-Öl/Gas-Aktlvltäten hat die
OSPAR-Kommlsslon wichtige Regelungen verab
schiedet. Nach mehreren Jahren kontroverser Ver
handlungen In der „Working Group on Sea-based
Activities” wurden Beschlüsse und Empfehlungen
hinsichtlich der Anwendung und Einleitung von Off-
shore-Chemlkallen verabschiedet.
Helsinki- Übereinkommen
Im Juli übernahm der Präsident des BSH den Vorsitz
der Kommission für den Schutz der Meeresumwelt
des Ostseegebiets (HELCOM). Die Kommission wird
sich In den nächsten zwei Jahren konzentrieren auf
eine wirkungsvolle Umsetzung der Empfehlungen der
Helsinki-Kommission, das "Joint Comprehensive Pro
gramme”, mit dem sogenannte "Hot Spots” (Schwer
punkte der Belastung) beseitigt werden sollen, die
Entwicklung eines Konzepts, mit dem Nährstoffein
träge reduziert und Schadstoffe aus der Umwelt ver
bannt werden sollen sowie die Auswirkungen des zu
nehmenden Schiffsverkehrs.
Das BSH ist nach der Umstrukturierung von HELCOM
In den Arbeitsgruppen STRATEGY, MONAS (Monito
ring and Assessment) und SEA (Sea-based Pollution)
vertreten. STRATEGY befasst sich mit der HELCOM-
Polltlk und entwickelt auf Basis des Konzepts der
nachhaltigen Entwicklung Strategien für den Schutz
der Ostsee. MONAS untersucht anthropogene Ein
flüsse und deren Effekte auf die marine Umwelt. SEA
beschäftigt sich u.a. mit Auswirkungen der Schifffahrt
auf die Meeresumwelt.