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Full text: Jahresbericht 2000

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Meereskunde 
Geologischer Dienst 
Im Jahr 2000 wurde mit der Errichtung der ersten 
Offshore-Gas-Plattform in der Ausschließlichen Wirt 
schaftszone (AWZ) der Nordsee begonnen. Die 
Förderung von Gas und Kondensat wird über zwei 
getrennte Rohrleitungen erfolgen, so dass sich die 
Zahl der Pipelines auf 7 im Bereich des deutschen 
Festlandssockels erhöhen wird. Diese Rohrleitungen 
wurden regelmäßig auf ihre Fage überprüft. Bis 
Ende 2000 gab es keine Hinweise auf Gefährdungen. 
Weiterhin wurden 7 Sedimentkerne mit einem Kern 
gewinn von ca. 6 m im seewärtigen Bereich des 
Eidersperrwerks für das Wasser- und Schifffahrtsamt 
Tönning entnommen. Für die Bundesanstalt für Ge 
wässerkunde in Koblenz wurde der Meeresboden im 
Bereich einer Klappstelle „Jade-Weser“ mit Seiten 
sichtsonar und Sedimentecholot aufgenommen, für 
das Wasser- und Schifffahrtsamt Hamburg Aufnah 
men von zwei Hindernissen in der Elbe-Fahrrinne bei 
Schulau. 
Erdmagnetischer Dienst 
Aufgaben im Berichtszeitraum waren die 
- Weiterführung des Atlas der Störgebiete sowie der 
Kartei der Jahresmittel der Observatorien und der 
Gebiete unsicherer Missweisung; Beiträge über 
Missweisung und Störgebiete für Seehandbücher; 
Berechnung von Missweisungswerten und Nach 
weis von Gebieten unsicherer Missweisung für See 
karten; Herstellung von Isogonenkarten. 
- Erteilung von Auskünften über Missweisung und an 
dere Komponenten des Erdmagnetfeldes, deren 
jährliche Änderungen, die Lage der Magnetpole 
und Normalfelder an Behörden, Firmen, Flughafen 
betriebe und Privatpersonen. 
Seit Beginn des Jahres 2000 wird das Erdmagneti 
sche Observatorium Wingst gemeinsam mit dem 
GeoForschungsZentrum (GFZ) Potsdam betrieben, 
dem nun die fachliche Betreuung der Observatori 
ums-Aufgaben obliegt. 
Deutsches Ozeanographisches 
Datenzentrum (DOD) 
Das DOD archiviert als nationales Datenzentrum 
meereskundliche Messdaten und die dazugehörenden 
Informationen deutscher Forschungs- und Überwa 
chungsreisen. Im Jahr 2000 gingen 64 Datenlieferun 
gen ein, wobei es sich entweder um Daten nur einer 
Reise oder um große Datensätze über einen 10-Jah- 
res-Zeitraum handelte. Insgesamt wurden 176 Daten 
anfragen beantwortet, unter anderem zum Thema 
„Eutrophierung in der Deutschen Bucht“ für die Uni 
versität Hamburg. 
Als ein wesentliches Werkzeug nutzt das DOD seit 
12 Jahren die gemeinsam mit dem Umweltbundes 
amt (UBA) betriebene Meeresumwelt-Datenbank 
(MUDAB). Im vergangenen Jahr wurde eine neue 
Verwaltungsvereinbarung zur MUDAB zwischen BSH 
und UBA abgeschlossen. Trotz 50-prozentiger Per 
sonalreduzierung soll der langfristige Bestand der 
MUDAB durch technische Optimierung, Regelungen 
zur Datenabgabe und Konzentration auf Kernaufga 
ben erreicht werden. 
Die im Vorjahr begonnene Übertragung von CTD-Da- 
ten, d. h. Messungen von Leitfähigkeit, Temperatur 
und Tiefe (CTD = Conductivity, Temperature, Depth), 
in die MUDAB wurde verstärkt fortgesetzt, so dass 
diese Profildaten inzwischen mehr als 80 % der rund 
14 Millionen in der MUDAB vorhandenen Messwerte 
ausmachen.
	        
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