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Nautische
Hydrographie
Die Küstenlinie wurde auf einer Länge von 146 km
vermessen. Dazu wurde ausschließlich das Satelliten
positionierungsverfahren GPS genutzt. 5 Häfen, die in
den amtlichen Seekarten des BSH dargestellt sind,
wurden topographisch aufgenommen. In 32 weiteren
Häfen wurden Feldvergleiche bzw. Kontrollmessun-
gen durchgeführt. Im Rahmen der Küstenllnlenauf-
nahmen wurden Insgesamt 19 Festpunkte bestimmt,
die als Referenzpunkte bzw. zur Messungskontrolle
dienten. Diese Punkte wurden In der Regel nicht dau
erhaft vermarkt. Darüber hinaus erfolgten in den Be
reichen Rostock, auf Usedom, am Peenestrom, im
Oderhaff und In der Wismarbucht Neubestimmungen
von Boden- und Hochpunkten (feste Seezeichen und
nautische Objekte).
Alle von den Schiffen des BSH erfassten und digitali
sierten Positions- und Tiefenwerte wurden für eine
spätere Archivierung aufbereitet. Eine Kopie der Da
tenbestände des Jahrgangs 1999 wurde nach Um
rechnung des Tiefenbezugs vom Seekartennull
(SKN = MSpNW) auf Normalnull (NN) an die Bundes
anstalt für Wasserbau abgegeben. Auf Antrag diver
ser Behörden wurden die digitalen Tiefendaten
einzelner Vermessungsgebiete zur Verfügung gestellt.
Das BSH startete Im November mit einem neuen Fort
bildungslehrgang zum Seevermessungstechniker.
16 Mitarbeiter der Wasser- und Schifffahrtsämter und
der BSH-Schiffe nahmen daran teil. Das Lehrkolle
gium besteht hauptsächlich aus eigenen Mitarbeitern
und Fachkräften der Wasser- und Schifffahrtsverwal
tung . Die Fortbildung wird Anfang 2002 mit einer Prü
fung abschließen. Die Absolventen erhalten damit die
Befähigung, seevermessungstechnische Aufgaben
an Bord von Vermessungsschiffen und an Land wahr
zunehmen.
Maritime Geodäsie, Automation,
Bathymetrie
Die noch ausstehenden Arbeiten am Vermessungssy
stem des VS KOMET konnten im Laufe des Jahres ab
geschlossen werden. Das System erweist sich als ein
sehr leistungsfähiges und vielseitiges, modernes Da-
tenerfassungs- und Auswertesystem. Einzelne Anpas
sungsarbeiten an die bisher im BSH üblichen Auswer
teverfahren waren notwendig. Auf den VWFSATAIR
und WEGA wurden ebenfalls neue Systeme einge
führt, die allerdings nicht den gleichen Leistungsum
fang haben mussten und daher-auch aus Kosten
gründen-anders ausgeführt wurden. Es wird also
weiterhin mit zwei verschiedenen Systemen gearbeitet.