Jahresbericht der Deutschen Seewarte für 1923.
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3. Sturmwarnungs-Nebenstellen.
(Aushang von Sturmwarnungen ohne Signal; t auch Aushang von Hafentelegrammen.)
Wittenberg: Fischräucherei Walk; Stettin: Oberlotse Seegebrechtf; Bremer
haven (Schleuse am alten Hafen): Schleusenwärter Schwarting f; Geestemünde
(Fischereihafen): Hafeninspektor Reichert; Bremen (Hohentorshafen): Hafen
meister Vollerf; Vegesack: Hafenmeister Lamke; Munkmarsch: Hahn.
Außerdem kommen Sturmwarnungen zum Aushangf (nebst Hafentele
grammen) in Königsberg: Hauptagentur der Deutschen Seewarte f; Stettin: Hafen-
schiffahrtsamtf, am Nordeingang zum Regierungsgebäude f und am Eingang
zum Freihafen; Wiek a. d. Rijk, Laboe, Hamburg: Entenwärder Hafenpolizei
wache 5; Bremen: (an der Börsef) an der Hauptagentur der Deutschen Seewartet,
am Hafenbaus des Freihafens If und IIf; Cuxhaven: Fischereihafen; Norden
ham; Rechtenfleth; Emden-\ und Leerf.
Die Nachtsturmsignale mit Laternen sind im verflossenen Jahre an der
ganzen Küste einheitlich gestaltet.
e. Das Personal der Windsemaphorstationen.
Semaphor Pillau: Lotsenkommandeur Wels, Hafenbauaufseher Wittke;
Hoheweg: Tonnen und Bakenamt Bremen; Cuxhaven; Ob. Sign. Mstr. Becker.
IV. Allgemeines.
Registratur.
Die Briefbücher weisen 9675 Nummern auf.
B. Sonderberichte.
V. Bericht über die Tätigkeit der Abteilung 1.
Maritime Meteorologie, Hydrographie, Küstenkunde und Nachrichtendienst.
Im Laufe des Jahres 1923 sind Beobachtungen auf dem Gebiete der mari
timen Meteorologie und der Berichterstattung über Häfen und Küsten in ver
mehrter Anzahl als im Vorjahre bei der Seewarte eingeliefert, was auf die in
zwischen zugenommene Anzahl der Handelsschiffe zurückzuführen ist. Auch von
Seeämtern, Amtsgerichten, Reedern und sonstigen Interessenten gingen wieder
zahlreiche, die Schiffahrt berührende Anfragen ein, in bezug auf Seewege, See
reisen, Entfernungen, Wind- und Wetterverhältnisse auf See und an den Küsten,
Gezeiten, Strom- und Eisverhältnisse.
Nach Beschaffung eines Motorbootes für den Außendienst, Herbst 1922,
konnte dieser im vollsten Umfange wieder aufgenommen werden.
602 Schiffe wurden besucht,
578 meteorologische Tagebücher und
500 Kapitänsfragebogen an Schiffe abgegeben.
60 Monatskarten für den Nordatlantischen Ozean und
2 für den Indischen Ozean wurden verteilt.
Bei der Seewarte wurden von Mitarbeitern eingeliefert:
17 meteorologische Tagebücher von Segelschiffen und
386 von Dampfern und Motorschiffen, gegenüber von 197 im Vorjahre.
An sonstigem Material ging im Jahre 1923 bei der Seewarte ein:
236 Konsulatsfragebogen,
27 Kapitänsfragebogen und
58 Berichte und Drucksachen.