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kompakt
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Meeresumweltschutz
Wer von uns assoziiert mit den Meeren nicht automatisch
Urlaub, Sonne, Wellen und weißen Strand - eine
einzigartige Natur, die uns zur Erholung einlädt! Viele
Menschen vergegenwärtigen sich dabei nicht, dass
das Meer einer Intensiven und höchst unterschiedlichen
Nutzung unterliegt. Es ist Transportweg, Nahrungslieferant,
Rohstoffquelle und Bergbaugebiet,
aber auch Auffangbecken von Schadstoffen, die der
Mensch verursacht.
Entsprechend vielfältig sind die Aufgaben zum Schutz
der Meeresumwelt, die das BSH als zentrale maritime
Behörde des Bundes übernimmt. Dass die Sicherheit
im Seeverkehr gleichbedeutend mit vorbeugendem
Umweltschutz ist, liegt auf der Hand. Aber natürlich
sind wir dem Meeresumweltschutz nicht nur unter diesem
Aspekt verpflichtet. Mit den BSH-Forschungsschiffen
messen wir u. a. Wassertemperatur und Salzgehalt,
um genaue Kenntnisse über die komplexen
physikalischen Vorgänge im Meer zu erhalten. Daraus
lassen sich dann Zirkulationsmuster und die Verteilung
von Süß-/Salzwassermassen ableiten. Beides
sind unverzichtbare Voraussetzungen für mittelfristige
Vorhersagen zum Ökosystem Meer.
Ergänzt werden diese hydrographischen Messungen
durch chemische Analysen. Nord- und Ostsee werden
vom BSH kontinuierlich auf Belastungen mit Schadstoffen
(z. B. Schwermetalle, Pestizide und radioaktive
Substanzen) oder mit Nährstoffen (Phosphate, Nitrate)
untersucht, die durch Einträge von Land, beispielsweise
durch landwirtschaftliche Düngemittel, Kläranlagen,
Abgase von Industrie und Verkehr, ins Meer und
damit in die Nahrungskette gelangen können. Unzählige
Wasserproben werden in unseren Laboratorien
analysiert. Diese sind mit aufwändigen und empfindlichen
Geräten der Ultraspurenanalyse ausgestattet, um
die äußerst geringen Konzentrationen exakt erfassen
zu können. Beobachtet werden auch die Umweltaus-Untersuchungen
im BSH-Labor Sülldorf