accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 39 (1911)

Fusan oder Pusan. 
A435 
und Juli besonders häufig. In den Jahren von 1887 bis 1889 wurde kein Schnee 
beobachtet. Die Reede wird nie durch Eis gesperrt. 
Einstenerung auf den Ankerplatz im Innenhafen durch die Südeinfahrt 
vgl. unter Barre: Im Hafen von Fusan ist ein unterseeisches Telegraphenkabel 
zwischen dem S-Ufer der japanischen Ansiedlung und Teishin Kutsu, der NW- 
Spitze von Choragu somu, ausgelegt worden. Die Landestelle des Kabels am 
Festlande befindet sich etwa 6 Kblg in der Richtung rw. 169° (mw. S1/,O) von 
Sapyong san A, von wo das Kabel in der Richtung rw. 162,5° (mw, SzO*/;O) 
nach Teishin Kutsu liegt. Landestelle des Kabels am Festlande: 35° 6’ 59” N-Br., 
129° 1’ 49” O-L. In einem Abstande von 55m (60 Yards) seitwärts von der 
Lage des Kabels darf kein Schiff ankern. Man sollte, falls man mit einem 
kleinen Schiffe durch die Südeinfahrt einläuft, das Ankern in dieser überhaupt 
vermeiden, denn in der Mitte dieses Fahrwassers liegt das von Sorio nach Tsu 
shima leitende Telegraphenkabel. Über die vielen Untiefen im Hafen und auf 
der Reede von Fusan sagt der Bericht von S. M. S. »Irene« von Juli 1899: 
»Die verschiedenen in den letzten Jahren aufgefundenen Untiefen, welche gerade 
beim Einlaufen von tiefgehenden Schiffen in Frage kommen, müssen aus spitzen, 
wenig umfangreichen Felsenriffen bestehen, denn es war auf den Untiefen trotz 
vielfach vorgenommener Lotungen nicht möglich, die in den Karten angegebenen 
geringsten Tiefen aufzufinden, obgleich durch genaue Winkelmessungen fest- 
gestellt wurde, daß man sich mit dem Boote genau auf der Untiefe befand.« 
_ Obwohl der Bericht aus dem Jahre 1899 stammt, beweist er doch, wie 
schwierig es ist, Untiefen, die aus spitzen Felsen bestehen, aufzufinden, und 
daher sollte man sich nicht ohne zwingende Gründe außerhalb des Fahrwassers 
und außerhalb der Ankerplätze begeben, da man leicht auf solche noch un- 
bekannte Felsennadeln stoßen kann, Bei der Einsteuerung in den äußeren Hafen 
von Osten kommend, zwischen den Schwarzen Klippen und Cho To, bleibe man 
etwa 2 bis 3 Kblg von Cho To ab und halte dann Uno-se recht voraus, Passiert 
man Cho To in größerem Abstand, so sollte man, besonders nachts, so weit 
mit westlichem Kurse laufen, bis sich das Schiff angenähert in der Peilung Cho 
To-—NO-Huk und Uno-se befindet, worauf Uno-se recht. voraus gehalten werden 
muß, bis man 3 Kblg davon ab und dann in der Richtlinie der roten Leitfeuer 
von Choragu (Tsao Liang) sich befindet, die recht vorausgehalten durch die 
Enge zwischen Uno-se und Kyoshi shö hindurchführen. Nachdem Uno-se passiert 
ist und sich das Schiff in der Peilung zwischen Uno-se und den Hafenanlagen 
von Sorio befindet, kann auf die Enden der‘ neuen Hafendämme zugehalten 
werden; in angemessener Entfernung von diesen geht man dann.je nach dem 
vorhandenen Platze, in 14.5 m (8 Faden) oder 9 m‘ (5 Faden) vor Anker.. Auf 
diesem Wege vermeidet man im Außenhafen die Untiefe, die 4 Kblg. vor Yogudon 
San (Magnetic-Huk) belegen und durch eine rote Leuchttonne bezeichnet ist; 
ebenso die Untiefen nordöstlich von den Fuguseki-Klippen, wo eine schwarze 
Tonne ausgelegt ist, Auf den Tondari Rocks nördlich von Mondoku Kutsu, der 
Nordspitze von Choragu somu, ist eine 14.3 m hohe, schwarze, runde, steinerne, 
turmartige Leuchtbake errichtet; deren Lage ist: 35° 6’ 151/” N-Br., 129° 3’ 301/,” 
O-Lg. Von. dieser Bake muß man sich mindestens 1 Kblg fernhalten; sie be- 
zeichnet die westliche Grenze des inneren Hafens. Der Ortsunkundige sollte 
nachts die Einfahrt in den inneren Hafen nur bei ganz sichtiger Lult, z. B. bei 
Mondschein, wenn also nicht nur die roten Leitfeuer von Choragu, sondern auch 
Tonnen und Baken zu sehen sind, unternehmen. 
Bei der Einsteuerung am Tage kann man nicht die Richtlinie der Leit- 
feuer von Choragu benutzen, weil die beiden dünnen weißen Holzpfähle, auf 
denen die roten Leitfeuer angebracht sind, sehr schlecht auszumachen sind 
(vgl. Lfv. Tit, XI Nr. 1329 u, 1382); aber bei Tageslicht findet man auch ohne 
sie leicht auf den inneren Ankerplatz, Wie oben beschrieben, läuft man ungefähr 
in die Richtlinie Cho To-NO-Huk und Uno se, hält letztere Insel mit dem Leucht- 
turm recht voraus und passiert sie nördlich oder südlich in einem Abstand von 
mindestens einer Kabellänge. Dann hält man auf die Hafenanlagen von Sorio
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.