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Volltext : Jahresbericht 2001

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Beobachten  +  Vorhersagen

Beobachten  und  Vorhersagen

Die  aktuellen  meereskundlichen  Vorhersagen  und
Warnungen  des  BSH  für  die  deutsche  Nordsee-  und
Ostseeküste,  beispielsweise  zu  Wasserstand  oder
Sturmflut,  sind  entscheidend  für  eine  sichere  Navigation ­
  und  für  einen  effektiven  Küstenschutz  und  sorgen ­
  bei  extremen  Wetterlagen  dafür,  dass  die  Bevölkerung ­
  rechtzeitig  alarmiert  wird.  Darüber  hinaus  gibt
es  eine  Vielzahl  von  Vorgängen  im  Meer,  etwa  Reaktionen ­
  auf  akute  Umweltbelastungen  oder  neue
Nutzungsaktivitäten,  die  nur  beurteilt  werden  können,
wenn  Entwicklungen  über  lange  Zeit  kontinuierlich
beobachtet  und  ausgewertet  werden.  Deshalb  gehören ­
  neben  den  täglichen  Vorhersagen  auch  langfristige ­
  Beobachtungen  der  Meere  nach  dem  Seeaufgabengesetz ­
  zum  Aufgabenspektrum  des  BSH.
Wasserstände  und  Sturmfluten
Rund  um  die  Uhr  verbreitet  das  BSH  die  Vorhersagen ­
  für  die  Hochwasser  an  der  deutschen  Nordseeküste ­
  und  für  die  mittleren  Wasserstände  an  der
Ostseeküste.  Die  Vorhersagen  werden  regelmäßig
morgens  und  abends  über  Rundfunkanstalten  bekannt ­
  gegeben;  Sturmflutwarnungen  werden  stündlich ­
  wiederholt.

An  der  Nordseeküste  erhalten  die  Verkehrszentralen
der  Wasser-  und  Schifffahrtsverwaltung,  der  Schiffsmeldedienst ­
  und  die  Hafenämter  alle  6  Stunden  die
Vorhersagen  für  die  kommenden  zwei  Hoch-  und
Niedrigwasser  In  Ihren  Aufsichtsbereichen.  An  der
Ostseeküste  erhalten  die  Verkehrszentralen  in  Stralsund ­
  und  Travemünde  die  Vorhersagen.  Im  einzelnen
werden  insgesamt  274  Kunden,  vornehmlich  Betriebe ­
  und  Ämter,  durch  ein  rechnergestütztes  Alarmierungssystem ­
  vor  erhöhten  oder  erniedrigten  Wasserständen ­
  gewarnt.
Im  Jahr  2001  trat  an  der  deutschen  Nordseeküste
nur  eine  Sturmflut  (Wasserstände  von  150  cm  und
mehr  über  mittlerem  Hochwasser)  auf,  und  zwar  am
1.11.  2001.  Mit  Werten  von  172  cm  über  mittlerem
Hochwasser  in  Bremen,  153  cm  in  Cuxhaven  und
171  cm  In  Hamburg  (Pegel  St.  Pauli)  erreichte  sie
vergleichsweise  niedrige  Höchstwasserstände.  An
der  Ostseeküste  wurden  6  Sturmfluten  registriert
(Wasserstände  von  1  m  und  mehr  über  dem  mittleren
Wasserstand).  In  den  folgenden  Tabellen  sind  die
Wasserstandsabweichungen  an  der  Nordseeküste  Im
Vergleich  zum  Vorjahr  sowie  die  Anzahl  spezieller
Warnungen  in  den  verschiedenen  Küstengebieten
zusammengestellt.

Abweichungen  vom  MHW  bzw.  MNW

Emden

Wilhelmshaven

Bremen

Hamburg

gleich  hoch  oder  höher  als  MHW

57  %  (59  %)

53  %  (60  %)

58  %  (68  %)

47  %  (52  %)

niedriger  als  MNW

51  %  (47  %)

48  %  (46  %)

43  %  (52  %)

61  %  (52  %)

Abweichungen  der  Wasserstände  vom  mittleren  Hochwasser  (MHW)  und  mittleren  Niedrigwasser  (MNW)  im  Jahr  2001
(Klammerwerte:  Jahr  2000)

Warnungen  vor  erhöhtem

Warnungen  vor  erniedrigtem

Hochwasser,  Nordsee
53,  davon  3  x  >1,5  m

Mittelwasser,  Ostsee
19,  davon  6  x  >  1m

Niedrigwasser,  Nordsee
9

Mittelwasser,  Ostsee
7

Anzahl  der  Warnungen  vor  erhöhtem  bzw.  erniedrigtem  Wasserstand  (Mittelwasser  =  mittlerer  Wasserstand  der  Ostsee)
            
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