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Seekarten
und
mehr
Wracks und Unterwasserhindernisse gefunden. Bei
einem Teil der erneut untersuchten Hindernisse erga
ben sich Änderungen bei Position und Tiefe, häufig
auch eine geringere Tiefe gegenüber der letzten Un
tersuchung.
Nordsee
Schiff
neue Wrackpositionen
Wrackkontrollen
Vermutete UWH
ATAIR (21)
3
18
—
WEGA (85)
13
52
20
Nordsee (106)
16
70
20
Ostsee
Schiff
neue Wrackpositionen
Wrackkontrollen
Vermutete UWH
DENEB (43)
16
20
7
Ostsee (43)
Hervorzuheben unter den Funden der BSH-Schiffe ist
eine Schute, die einem Schubverband vor der Oste
mündung verlorengegangen war. Bei einer flächen
deckenden Suche nach Unterwasserhindernissen auf
dem Terschelling-Deutsche Bucht-Weg wurde ein
größeres, aus dem zweiten Weltkrieg stammendes
Flugzeugwrack aufgespürt; außerdem wurde ein
historisches Wrack in der Deutschen Bucht gefun
den. In der Ostsee fand man zwei Torpedos und eine
Wasserbombe, die umgehend gesprengt werden
musste, da sie sich umweit des Fahrwassers in der
Lübecker Bucht befand.
Vermessungsverfahren (Geodäsie)
Die technischen Möglichkeiten in der Navigation an
Bord von Schiffen verbessern sich ständig. Der
Schiffsort kann immer genauer bestimmt werden.
Also müssen die Navigationsgrundlagen (z.B. See
karten) ebenfalls genauer sein, was unmittelbar zu
höheren Anforderungen an die Genauigkeit der See
vermessung führt. Aber auch für wissenschaftliche
Zwecke werden möglichst genaue Angaben über die
Topographie des Meeresbodens und der Wattober
fläche gefordert. Daher passt das BSH seine Ver
messungsverfahren ständig den Anforderungen an.
Besonders zu erwähnen für das Jahr 2002 sind
dabei folgende Schwerpunkte:
Nachdem in den vergangenen Jahren mehrfach
erste Höhenmessungen mit GPS zur Gezeitenbe
schickung durchgeführt wurden, um gemessene
Tiefen auf das Seekartennull reduzieren zu können,
wurde im Berichtsjahr genauer untersucht, ob diese
Höhenmessungen durch den Seegang verfälscht
werden. Im Idealfall könnten diese GPS-Höhenmes-
sungen sogar die bisherigen Hubkompensatormes
sungen ersetzen. Es zeigte sich, dass die GPS-Mes-
sungen durchaus zur Seegangsbestimmung geeig
net waren, vor allem auf den großen und trägen Ver
messungsschiffen. Allerdings hat sich auch heraus
gestellt, dass die großen Vermessungsschiffe in sel
tenen Fällen bei hoher Fahrtgeschwindigkeit soweit