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Full text : Jahresbericht 2002

Seekarten  und

mehr

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Seekarten  und  mehr

Entsprechend  dem  Seeaufgabengesetz  werden  in
Deutschland  die  amtlichen  Seekarten  und  Seehandbücher ­
  vom  BSH  herausgegeben.  Das  BSH-Informatlonssystem
  umfasst  für  die  europäischen  Gewässer ­
  510  Seekarten  und  50  Seebücher.  Hinzu  kommen
kleinformatige  Kartenserlen  für  die  Sportschifffahrt.
Amtliche  Seekarten  und  andere  nautische  Publikationen ­
  gehören  zur  Pfllchtausrüstung  seegehender
Schiffe  und  müssen  stets  auf  dem  neuesten  Stand
sein.  Da  nur  aktuelle  und  zuverlässige  Vermessungsdaten ­
  helfen,  Gefahren  für  Schifffahrt  und  Umwelt  zu
verhindern,  liefern  fünf  Vermessungs-  und  Wracksuchschiffe ­
  des  BSH  regelmäßig  neue  Informationen
über  die  nautisch  bedeutsamen  Veränderungen  In
Nord-  und  Ostsee.  Verursacht  werden  die  Veränderungen ­
  durch  Strömungsverhältnisse  und  Sedimentumlagerungen, ­
  so  dass  das  BSH  je  nach  den  örtlichen ­
  Gegebenheiten  systematische  Wiederholungsvermessungen ­
  In  Abständen  von  1  bis  30  Jahren
vorsieht.

Seevermessung
Seevermessung  Im  engeren  Sinne  Ist  die  topographische ­
  Aufnahme  des  Meeresbodens  und  der  Wattflächen. ­
  Aber  auch  die  Ortsbestimmung  von  Hindernissen, ­
  d.h.  unbewegten  Objekten  unter  oder  über
der  Wasseroberfläche,  zählt  zur  Seevermessung.
Das  Vermessungsgebiet  des  BSH  erstreckt  sich  über
das  Küstenmeer  und  die  Ausschließliche  Wirtschaftszone ­
  (AWZ)  Deutschlands.  Damit  umfasst  es  eine
Fläche  von  etwa  57  000  km 2 ,  was  einem  Sechstel  der
Fläche  Deutschlands  entspricht.  Sowohl  die  deutsche ­
  Bucht  als  auch  die  südwestliche  Ostsee  sind
ausgesprochen  stark  befahrene  Gewässer,  die  nur
geringe  Wassertiefen  aufweisen  und  deren  vielerorts
sandiger  Meeresboden  ständigen  Veränderungen
unterliegt.  Eine  zuverlässige  Kenntnis  der  aktuellen
Meerestopographie  Ist  also  von  besonderer  Bedeutung ­

  für  die  Sicherheit  und  Leichtigkeit  des  Seeverkehrs. ­

Nach  einer  Vereinbarung  aller  Staaten  Im  Ostseeraum ­
  zu  kontinuierlichen  Wiederholungsvermessungen ­
  (Umsetzung  der  Kopenhagen-Deklaration  der
Helsinki-Kommission)  Ist  damit  begonnen  worden,
alle  wichtigen  Routen  und  Ansteuerungen  neu  zu
vermessen  und  flächendeckend  nach  Hindernissen
abzusuchen.  Die  Wiederholungsvermessungen
nach  modernsten  Standards  liefern  wesentlich  genauere ­
  Informationen  zu  den  Tiefen  und  zu  möglichen ­
  Unterwasserhindernissen  und  erhöhen  damit
die  Sicherheit  der  Schifffahrt  Im  Ostseeraum.  Das
BSH  hatte  bereits  vor  der  Kopenhagener  Deklaration
die  besonders  kritische  Kadetrlnne  hochauflösend
vermessen.  Nun  wird  diese  Arbeit  In  sehr  enger  Kooperation ­
  mit  den  Nachbarn  auf  alle  Hauptrouten  In
der  Ostsee  ausgedehnt.  2002  wurde  bereits  mit  der
Vermessung  eines  etwa  500  km 2  großen  Gebietes
nördlich  von  Rügen  begonnen.  In  der  Nordsee  wird
der  Terschelllng-Deutsche  Bucht-Weg  In  vergleichbarer ­
  Qualität  neu  vermessen.
Neben  der  erhöhten  Genauigkeit  der  Vermessung
selbst  arbeitet  das  BSH  auch  an  einer  verbesserten
Qualität  der  aus  der  Vermessung  abgeleiteten  Produkte. ­
  Im  Hinblick  auf  eine  größtmögliche  Kundenorientierung ­
  wurde  eine  Befragung  zu  den  Dienstleistungen ­
  der  Seevermessung  durchgeführt.  Um
den  Anforderungen  der  Kunden  möglichst  gerecht
zu  werden,  stellt  das  BSH  seine  Seevermessungsprodukte ­
  um.  Es  werden  zukünftig  die  folgenden  drei
Produktarten  angeboten,  die  sich  In  der  Bearbeitungstiefe ­
  und  Im  Inhalt  unterscheiden:
•  Seevermessungsdaten  Intern
(z.B.  für  die  Seekartenherstellung)
•  Seevermessungsdaten  extern
(z.B.  für  Wasser-  und  Schifffahrtsämter)
•  Topographische  Karten  des  Seegrundes  (TKS)
als  wissenschaftlich  bearbeitetes  Produkt
            
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